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School Of Seven Bells – SVIIB

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„Ablaze“ heißt der Opener des vierten und letzten Albums „SVIIB“ von School Of Seven Bells. Obwohl als Liebesbrief an alle, die ihr Wirken begleiteten, deklariert, können leider nicht nur die Flammen der Liebe lodern. Zu dunkel ist noch der Schatten vom Tod von Benjamin Curtis, der 2013 mit nur 35 Jahren Leukämie erlag. Alejandra Dehaza musste, unterstützt von M83 Produzenten Justin Meldal-Johnson, „SVIIB“  allein vollenden, und formte aus ihren und Curtis‘ Ideen eine Platte mit vielen emotionalen Momenten.

Trotzdem wirken die 9 Stücke wie ein Nachruf, nicht nur auf Alejandas musikalischen (und mehr) Kompagnon, sondern auch auf das Gesamtwerk der Band aus New York. Was auf dem Debut „Alpinisms“ und dem folgenden „Disconnect From Desire“ als vertrackter Neo-Shoegaze mit Dream-Pop Elementen begann, machte auf der letzten Platte „Ghostory“ einem voluminösen Keyboardsound Platz.

Auch diesmal sind die verschachtelten Songstrukturen von einst beinahe gänzlich dominanten Synthie-Arrangements gewichen, die manchmal zu überladen wirken und so ein wenig farblos klingen. Der Ausstieg der Zweistimme von Alejandras Schwester Claudia konnte auf „Ghostory“ noch leidlich durch hallende Chorgesänge aufgefangen werden, jedoch taugen diese 2016 in einigen Stücken bestenfalls als Ergänzungsspieler.

Wie „Ablaze“ gerät auch die angespannte Beziehungskiste „On My Heart“ und das liebeskranke „Open Your Eyes“ trotz pfiffigen Intros und Glockenschlag zu glatt, um sich bei seiner Reise durch den Gehörgang nennenswert zu verhaken. Nett plätschert der Dream-Pop vor sich hin, selbst durch den ersten spürbare Gitarreneinsatz in „A Thousand Times More“ wird die Schwelle der Nachhaltigkeit kaum überschritten. Der Eindruck, dass die beiden im „ kreativste und inspiriertesten Sommer“ ihres Lebens mit den Aufnahmen begannen, drängt sich bis hierhin nicht unbedingt auf.

Mit „Elias“ platzt dann der Knoten doch noch, mystisch schleicht sich der Song an, die Drums klingen nicht mehr nach programmierter Konfektionsware, der Gesang wird transzendent und schwebt davon wie ein Luftballon. „Signals“ schlägt dann die gewohnten Soundhaken und die Saiteninstrumente entfalten die volle Intensität.

„Music Takes Me“ hält eine Effekt-Breitseite von der Klapperschlange bis zum Gewehrschuss parat, untermalt blubbernd eine hibbelige Beinahe-Rap Einlage. Weniger ist mehr: „Confusion“ kommt mit der die Stimme der Sängerin, die über sphärischen Keyboardloops streichelt, aus und formt aus zerbrechlicher Schönheit Töne, die ein Demotape zur Bewerbung für einen Twin Peaks Soundtrack sein könnten.

Am Ende wirft „This Is Our Time“ schwelgerisch noch einmal alles in die Waagschale, was School Of Seven Bells musikalisch formte. Mindestens dreieinhalb Alben lang war es ihre Zeit, nun schließt sich dieses Kapitel.

Wir behalten die Band und Benjamin Curtis, der überall und nirgends auf dieser Platte zu finden ist, in bester Erinnerung.

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