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Brian Fallon – Painkillers

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Wir schreiben das Jahr 2009: The Gaslight Anthem stehen am Anfang ihrer Karriere und haben seit knapp einem Jahr ihr Zweitlingswerk “The ‘59 Sound” auf dem Markt. Doch schon beginnen die Gerüchte, dass Frontmann Brian Fallon an einem Solo-Album arbeitet. Dies ist auch kein Wunder, denn die Szene ist übersättigt mit Punk-Sängern, die nicht mehr als eine Akustikgitarre brauchen, um ganz oben mit dabei zu sein. Doch so schnell Gerüchte aufkommen, können sie wieder in Vergessenheit geraten.

Wir spulen weiter in die Gegenwart: Es ist 2016. Nach fünf Alben und 10 Jahren Bandgeschichte wurden die Uhren von The Gaslight Anthem bis auf unbestimmte Zeit auf Null gestellt. 10 Jahre, in denen man sich einen Namen machte, unzählige Konzerte spielte und zwei sehr erfolgreiche Platten feierte.

Im Juli letzten Jahres dann die Pause. Doch zu langes Aus­ruhen ist nicht Fallons Ding. Er kann nicht ohne Musik. Und so gab es fast nur eine Möglichkeit: eine Soloplatte. Erst war Brian Fallon skeptisch, schließlich ist ein Album unter dem eigenen Namen eine sehr persönliche Sache. Letztendlich hat sich der 36-Jährige aber doch dazu durchgerungen.

Zum Glück, denn “Painkillers” besteht aus zwölf Songs und zeigt Fallon in der kompositorischen Form seines Lebens. Natürlich erinnern viele der Stücke ein wenig an seine Hauptband. Wen wundert’s? Schließlich ist  Brian Fallon einer der Hauptsongwriter bei The Gaslight Anthem.

Seine neuen Songs sind ruhig, emotional, aber immer mit jener kleinen Prise Rauheit, die seinen Sound schon immer ausmachte. Dennoch geht der musikalische Weg mehr in Richtung seiner amerikanischen Wurzeln, hin zu Idolen wie Bruce Springsteen und setzt somit deutlich die Akustikgitarre in den Vordergrund.

Dies liegt vielleicht auch an Produzent Butch Walker, der Songs in erster Linie immer akustisch aufbaut. Bestes Beispiel hierfür ist das aktuelle Album von Frank Turner. Wie Turner, scheut auch Fallon nicht davor, ein wenig Schärfe und Wildheit in Folk-Songs zu packen. Somit entstehen zweifelsohne gute Songs, die aber eher in kleineren Clubs bzw. auf Festivals die volle Wirkung entfalten.

Es sind Lieder zum Einprägen und Mitsingen. Einfach gestrickt und dennoch gut anzuhören. Brian Fallon bleibt in einem Punkt immer derselbe: die Texte. Schon bei The Gaslight Anthem bezogen sich viele Lyrics auf nostalgische Zeiten, in denen man noch mit dem Cadilliac über die Straßen fuhr, das Radio für die Nachrichten einschaltete und Filme mit Audrey Hepburn im Kino sah.

Die Texte sind ein Teil von Fallon, was schon öfter kritisiert wurde – doch gibt es heutzutage noch einen Songwriter, der die Vergangenheit so romantisiert beschreibt wie Brian Fallon? Wahrscheinlich nicht. Seine Begeisterung für die Glanzzeit Hollywoods sickert zum Beispiel in “Steve McQueen”, einem leisen Tribut an sein einstiges Idol durch.

Stark geprägt vom Fingerpicking und dem dezenten Schlagzeug, zeigt er, dass die einstigen Gedanken vom Erwachsenwerden im Endeffekt doch anders sind. “Cause this life is only chains / It’s nothing like the colors in my dreams / I just wanted to be Steve McQueen”.

Auch das vom Klavier beflügelte “Honey Magnolia” beschreibt den musikalischen Weg Fallons. Es verbirgt Einflüsse von Springsteen und James Brown, was insbesondere vom Text her deutlich wird. Er versucht, sich nicht zu ändern. Brian Fallon ist einfach am stärksten, wenn er sich auf seine musikalischen Idole stützt und weiterhin Zeilen schreibt, die locker auch als Tätowierung auf Unterarmen Nutzen finden könnten.

Auf “Painkillers” ist aber nicht alles roh behauen und klingt nach diesen typischen Lagerfeuerballaden. Brian Fallon kann noch immer das Tempo antreiben, was er bei “Rosmarin”, “Smoke” oder dem Opener “A Wonderful Life” untermauert. Seine kratzige Stimme bleibt dominant und beeindruckend.

Auch wenn die Zukunft von The Gaslight Anthem ungewiss ist, scheint der Übergang mit “Painkillers” nicht atemberaubend, aber risikofrei zu sein.

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