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Es ist sehr bipolar – Lucius im Interview

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Lucius wurden von Jess Wolfe und Holly Laessig, die sich von der Berklee School of Music in Brooklyn kennen, bereits um 2005 gegründet. Die beiden hatten dann ständig wechselnde Musiker in ihrer Band, die sie auf Liveauftritten begleiteten. Erst 2009 trafen sie Dan Molad, der zum damaligen Zeitpunkt nur Produzent war und sie nach einem Liveauftritt fragte, ob sie gemeinsam Songs aufnehmen wollen. Danny wurde ordentliches Bandmitglied und später kamen Peter Lalish (Gitarre) und Andrew Burri (Gitarre, Drums) dazu und Lucius formierten sich 2011.

Derzeit sind Lucius mit ihrem zweiten Album „Good Grief“ auf Tour. Wir trafen Holly Laessig zum Gespräch darüber, wie man fünf Meinungen der Bandmitglieder unter einen Hut kriegt, über die Höhen und Tiefen auf Tour und warum das neue Album energetischer als das Debüt ist.

MusikBlog: Holly, heute ist der letzte Auftritt eurer aktuellen Europatour. War es anstrengend oder hat es Spaß gemacht?

Holly: Auf Tour hat man immer extreme Höhen und Tiefen. Man sieht viele Sachen, ist von seiner Familie weg, abends auf der Bühne hat man so viel Adrenalin im Blut und tagsüber fühlt man sich down. Es scheint fast so, als ob unser Körper zwischen den beiden Extremen schwankt, um sie auszugleichen. Es ist sehr bipolar.

MusikBlog: Und macht sich das auch in eurer Musik bemerkbar?

Holly: Ja. Nach „Wildewoman“ waren wir zwei Jahre auf Tour. Danach hatten wir das Gefühl, wir haben soviel zu sagen und haben angefangen zu schreiben, da wir auf Tour nichts geschrieben hatten. Wie sich dann herausstellte, waren einige der Songs sehr dunkel und emotional (z.B. „Gone Insane“), andere sehr leicht und super-Pop (z.B. „Something About You“), fast so, als sollten sie unbewusst die schwereren Titel kompensieren. Daher gibt es auf „Good Grief“ diese gegensätzlichen Titel, die trotzdem zusammen gehören.

MusikBlog: Deswegen auch der Titel „Good Grief“?

Holly: Genau, das ist, was „Good Grief“ (Guter Kummer/Gram) bedeutet. Gegensätzliche Wörter, die in Kombination jedoch etwas anderes bedeuten, nämlich Dinge zu akzeptieren.

MusikBlog: Trotz der textlichen Gegensätze klingt das Album musikalisch unauffällig.

Holly: Findest du? Wir haben auf „Good Grief“ versucht, größer und lauter klingen, näher dran an unserer Live-Performance. Während der „Wildewoman“ Tour ist unser Live-Sound größer und energetischer geworden und unsere Fans haben uns gesagt, dass wir live ganz anders und nicht so weich und flach wie auf dem Album klingen. Diese Live-Experience und Energie wollten wir auch auf dem Album rüber bringen.

MusikBlog: Du und Jess haben wieder die Songs allein geschrieben?

Holly: Ja, wir schreiben von Anfang an alle Lieder selbst, sogar immer zusammen. Manchmal arbeiten wir zwar separat an Ideen, aber sind immer gemeinsam in einem Raum währenddessen.

MusikBlog: Und die anderen Bandmitglieder haben nichts dagegen?

Holly: Doch, natürlich. Aber beim Schreiben der Lieder für „Good Grief“ haben wir jeden Tag unsere Demos an die anderen drei geschickt und sie haben die Musik dazu arrangiert. Wir hatten also zwei unterschiedliche Versionen von den Songs als wir ins Studio gingen, unsere sehr rohe und die Version der Band.

MusikBlog: War es schwer, einen Kompromiss zu finden?

Holly: Wir haben eine gute Balance gefunden. Unser Produzent Shawn Everett hatte während der Aufnahmen die gute Idee, dass jeder seine zwei Lieblingssongs aufschreiben sollte. Dann hat er sie allen vorgespielt und jeder konnte sie kommentieren und seine Ideen dazu einbringen. Damit hatte jeder in der Band das Gefühl, dass er gleichberechtigt beteiligt war und wir konnten sprachliche Missverständnisse überwinden.

MusikBlog: Interessanter Ansatz.

Holly: Ja, es war ein aufwändiger Prozess und hat sehr lange gedauert, aber es war es definitiv wert.

MusikBlog: Vielen Dank für das Interview.

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