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Phoria – Volition

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Elegie-Overload. Aus dem beschaulichen Küstenstädtchen Brighton kommt nur doch das lang erwartete Debütalbum des britischen Quintetts Phoria.

Seit sechs Jahren und drei EPs warteten die Trendsetter der zartbesaiteten Popwelt auf diesen Moment. War die „Yourself Still“ EP noch ein Blogosphären-Geheimtipp, wurde Phoria mit „Bloodworks“ und „Display“ zum Standard für das junge einfühlsame Großstadtpärchen, für den dream-poppigen Zeit-Anhalter.

Trewin Howard (Vocals), Jeb Hardwick (Gitarre), Ed Sanderson (Piano, Synthies), Tim Douglas (Bass, Synthies) und Seryn Burden (Drums) machen extrem filigranen, hochgradig modernen Befindlichkeitspop auf ihrem Albumdebüt „Volition“. Überall lauert Lethargie und Wehklage mit Hundeblick. Eine Erlösung erfährt man nicht.

Man wird zum Weichei mit Phoria. Gehaucht versucht sich Howard allzu oft in Thom Yorke-Momenten, trauen sich Beats und Synthiemelodien nur ganz zart in den akustischen Raum. Pompös wird es nur bei Gefühlsduselei, wenn die Synthies mal so richtig losheulen dürfen.

Auszugsweise mag das seinen Charme besitzen, aber auf Albumlänge kommt hier das alte Dream-Pop-Problem zum tragen: So viel Harmlosigkeit, so viel Softness ist ein Overkill. Man will ein kleines Kitz schlachten nach so viel Zartheit.

Dass Phoria Radiohead-Gesang, James Blake-Sounds, Adele-Streicher und Coldplay-Theatralik zu einer Dream-Pop-Elegie vermengen, die in ihrer Seichtheit eine ebenso gnadenlose Penetration darstellt, wie das letzte Slayer-Album, ist nicht das Problem. Oder nicht das hauptsächliche.

Die Belanglosigkeit solchen trendigen Dream-Pops, dass man nicht distinguieren kann, ob man gerade die Genre-Vorreiter Beach House, deren Gitarren-Vertreter Band Of Horses, oder einem Trittbrettfahrer wie Ry X lauscht, dass das alles nach drei, vier Songs egal und ein Brei wird, das ist leider schon ein Problem.

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