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Popmusik kann auch anders – Weaves im Interview

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Umgeben von mannshohem Gras, verkleidet als wandelnde Blumen oder inmitten kunterbunter Papiermassen: Wenn die kanadischen Indie-Popper von Weaves vor die Promo-Kameras treten, werden Kunstträume wahr. Aber auch musikalisch fallen Jasmyn Burke, Morgan Waters, Spencer Cole und Zach Bines gerne aus dem Rahmen. Mit ihrem facettenreichen art-damaged Popsound hinterlassen sie derzeit große Spuren in der internationalen DIY-Szene. Dieser Tage erscheint endlich das selbstbetitelte Debütalbum der Band. Wir trafen uns mit Sängerin Jasmyn Burke zum Interview und plauderten über Experimentierfreude, Berlin und Bodenständigkeit.

MusikBlog: Jasmyn, auf Pressebildern versteckt ihr euch gerne in einer kunterbunten Melange aus Blumen, Papier und Gras. Nur des Auffallens wegen?

Jasmyn Burke: Wenn man heutzutage als neue Band an den Start geht, sollte man sich nicht nur auf die Musik konzentrieren. Sicher, die Musik steht im Fokus, sie ist letztlich das, auf das es ankommt. Aber es gibt so viele neue Bands da draußen. Das Internet spült täglich hunderte neue Künstler an die Oberfläche. Da geht es dann auch darum, sich in irgendeiner Art und Weise von der Masse abzugrenzen. Und der visuelle Part kann da sehr behilflich sein. Auf der anderen Seite faszinieren uns nahezu alle Kunstformen. Und das schon lange, bevor sich die Band gegründet hat. Das ist also alles nicht sonderlich neu für uns. Und was viel wichtiger ist: Es geht nicht nur um den Moment und das Auffallen im Hier und Jetzt. Wir haben da schon einen tieferen Bezug.

MusikBlog: Wer oder was inspiriert euch in puncto Visualität?

Jasmyn Burke: Das ist ganz unterschiedlich. In erster Linie fühlen wir uns natürlich zu Musikern und Bands hingezogen, die ähnliche Pakete schnüren. Wir sind aber auch an Film und Fotografie interessiert. Eigentlich das ganze Spektrum. Je ausgefallener, desto besser.

MusikBlog: Ihr lasst auch musikalisch ordentlich die Puppen tanzen. Euren Sound zu kategorisieren fällt unheimlich schwer. Popmusik ist sicherlich die Basis. Da steckt aber noch viel mehr drin, oder?

Jasmyn Burke: Auf jeden Fall. Popmusik kann auch anders. Das, was sich heutzutage in den Charts tummelt, ist nur eine Facette. Wir wollen einfach mehr entdecken. Wir wollen experimentieren, Regeln brechen und den Leuten zeigen, dass man aus dem Genre noch mehr rausholen kann.

MusikBlog: Klingt wie eine Mission.

Jasmyn Burke: So weit würde ich jetzt nicht gehen wollen. Wir haben keinen Auftrag erhalten. (lacht) Wir haben uns auch nicht gegründet, weil wir alles auf den Kopf stellen wollen. Wir wollen nur etwas tiefer graben. Und wenn es den Leuten gefällt: prima. Anerkennung ist aber nicht unser Antrieb. Wir machen die Musik, die wir machen, weil sie uns gefällt. Das ist das Fundament. Wir haben Spaß an dem was wir tun.

MusikBlog: Ihr habt nicht nur im Studio, sondern auch live jede Mange Spaß. Vor kurzem seid ihr in Mannheim und Berlin aufgetreten. Eure ersten Shows in Deutschland?

Jasmyn Burke: Ja. Wir waren sehr gespannt. (lacht)

MusikBlog: Warum?

Jasmyn Burke: Nun, Berlin ist eine Weltmetropole. Wir bekamen im Vorfeld nur Spannendes über die Stadt zu hören.

MusikBlog: Und? War es spannend?

Jasmyn Burke: Total. Das Festival in Mannheim war schon toll. Aber Berlin war der Hammer. Die Stadt ist so lebendig. Derartige Vibes kennen wir aus Toronto gar nicht. (lacht)

MusikBlog: Licht, Schatten, laut, leise, schwarz, weiß: alles am Start.

Jasmyn Burke: Exakt. Wir waren drei Tage in der Stadt, weil wir hier Freunde kennen. Man bekommt die gesamte Palette serviert. Es gibt Momente, da präsentiert sich die Stadt ungefiltert, direkt und energiegeladen. Dann geht man zwei Straßen weiter. Und plötzlich ist man umgeben von ruhigen Grünflächen und einer chilligen Atmosphäre. Das fasziniert mich. Ich denke, wir werden bald, und vor allem sehr gerne, wiederkommen.

MusikBlog: Ihr müsstet doch generell gerade Schwierigkeiten haben, all das bis dato Erlebte richtig zu verarbeiten. Die Band gibt es schließlich erst seit wenigen Jahren. Aber ihr werdet bereits rumgereicht wie das heißeste Eisen.

Jasmyn Burke: Ja, das stimmt. Momentan passiert unheimlich viel. Darüber sind wir natürlich auch sehr happy. Wahrscheinlich passen wir mit unserem markanten Sound gerade gut in diese Zeit, in der doch viel in ein und dieselbe Richtung schwappt. Vielleicht hat es aber auch andere Gründe. Who knows? (lacht)

MusikBlog: Du machst auf mich einen sehr gefassten und entspannten Eindruck. Der Hype um die Band scheint dich nicht aus der Bahn zu werfen.

Jasmyn Burke: Nein, gar nicht. Eigentlich hat sich für uns auch kaum etwas verändert. Wir sind ja jetzt keine Superstars. (lacht) Wir gehen immer noch in denselben Läden einkaufen, treffen uns noch mit unseren Freunden und leben einfach unser Leben. Der Erfolg hat keine anderen Menschen aus uns gemacht. Wir sind sehr bodenständige Persönlichkeiten. Das hilft natürlich.

MusikBlog: Habt ihr eigentlich einen Masterplan im Hinterkopf? Oder geht ihr das große Ganze eher tagtäglich neu an?

Jasmyn Burke: Wir sind da eigentlich ganz relaxt. Ich meine, natürlich wollen wir weiter nach vorne kommen. Wir arbeiten sehr hart dafür. Aber wir machen uns keinen Druck. Bisher sind wir mit dieser Einstellung am besten gefahren. Und ich denke, dass wir das auch so beibehalten werden.

MusikBlog: Vielen Dank für das Interview.

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