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Lisa Hannigan – At Swim

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Damien Rice-Fans ist Lisa Hannigan längst ein Begriff: Bis 2007 war die Irin fester Bestandteil der Band des Barden und als stimmlicher Gegenpol regelmäßig auf seinen Alben vertreten. Dann überwarf sich Rice mit seiner Kreativ- und Lebenspartnerin und schmiss sie aus Band und Privatleben raus. Später tat ihm die Trennung leid, zurück wollte Lisa Harrigan aber nicht: Inzwischen hatte sie eine Solokarriere angestoßen, die mittlerweile auch Beiträge zu Filmsoundtracks (z.B. zum Sci-Fi-Blockbuster „Gravity“) umfasst und der sie mit „At Swim“ nun bereits das dritte Album hinzufügt.

Das orientiert sich im Sound wieder mehr in Richtung ihres Debüts „Sea Sew“. Nachdem die letzte Platte „Passenger“ die Fühler in Richtung eines polierteren Indierock-Sounds ausgestreckt hatte, geht es also wieder rustikaler zu: Kontrabass, Akustikgitarre, sanfte Streicher und dezente E-Gitarren tragen Hannigans markante Stimme durch den folkigen Opener „Fall“.

„Prayer For The Dying“ baut auf Klavierklänge und eine fluffig-warme Produktion, die die getragenen Gesangsmelodien bestens zur Geltung bringt. Hannigans Hang zu poetischen Texten tut ein Übriges, um dem Song, der den Tod eines Freundes verarbeitet, einen melancholischen Charakter zu verleihen.

In unterschiedlichen Ausprägungen zieht sich diese Melancholie durch zahlreiche weitere Songs des Albums: „Snow“ beschwört authentische Spätherbstgefühle herauf, „Funeral Suit“ funktioniert als düstere Elegie, „Tender“ als mysteriöse Klavierballade.

Über die emotionale Vielfalt ihrer Songs hinaus beeindruckt Hannigan auf „At Swim“ vor allem mit stimmlicher Bandbreite und Personalstil: „Barton“ verziert ihren folkigen Gesang mit jazzigen Kapriolen und punktgenau gesetztem Vibrato; in „Anahorish“ singt sie im Chor mit sich selbst, was an eine One-Woman-Version der Fleet Foxes erinnert und auch die gleiche sakrale Stimmung erzeugt. „We, The Drowned“ bringt dagegen die rauen Untiefen ihrer Stimme in einer schummrigen Vaudeville-Ballade effektvoll zur Geltung.

Von Damien Rice hat sich Lisa Hannigan längst emanzipiert. Wem ihre bisherigen Projekte dafür nicht Beweis genug waren, den dürfte „At Swim“ als eigenständiges und künstlerisch schlüssiges Statement endgültig überzeugen.

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