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The Rifles – Big Life – In Boredchester

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The Rifes beweisen mit „Big Life“, dass sie zu den britisch klingenden Bands der Gegenwart gehören. Das Doppelalbum erweist sich als wahre Hommage an vergessene Heroen und die einstigen musikalischen Trademarks Großbritanniens.

Schon die Vita von Joel Stoker und Co. steckt voller UK-Referenzen: Initialzündung für die Band war ein Oasis-Konzert, mittlerweile sind sie die Lieblingsband von Ex-Blur-Gitarrist Coxon. Die englische Produzentenlegende Ian Broudie wurde schnell auf das Gespann aufmerksam, mittlerweile ist Paul Weller Mentor der Band. Und das waren nur ein paar der unzähligen Ritterschläge.

„Numero Uno“ huldigt mit seinen ska-infizierten Gitarren The Clash, „Wall Around Your Heart“ dehnt die Vokale in renommierter Gallagher-Tradition, dazwischen dominieren gediegene Indiegitarren wie in „Time In Hand“ oder „Heavy Weather“, die an die unterschätzten Dodgy erinnern.

Nur Anspielungen an die raueren Stone Roses bleiben aus. Insgesamt dominiert nämlich eine glattgeschliffene Tendenz – ein rumpelndes „Lost In London“ sucht man hier vergebens, gute Songs nicht.

Trotzdem inszenieren The Rifles den Brit-Hype der Neunziger fast ein wenig zu makellos, so dass der Spirit sich nicht voll entfachen kann. Eine wirkliche Zeitreise gelingt halt nur, wenn man auch im Hier und Jetzt festen Grund unter den Füßen hat.

Innovative Akzente setzt die Band dafür aber zu wenig, wenngleich der Titeltrack mit cleverer Hook daherkommt und die Messlatte mit achtzehn Songs verdammt hoch angelegt ist.

Doch auch die soliden Indiepop-Nummern können nicht darüber hinwegtäuschen, dass man auf einen guten Teil des Materials auch hätte verzichten können: Die Akustikballade „Victoria“ hat nun wirklich nichts mit dem groovigen Stück der Kinks gemein. Bei so uninspiriert wirkenden Stücken wundert man sich nicht, warum die angebetete Dame das Weite gesucht hat.

Nichtsdestotrotz: Es macht Spaß, im Britpop-Katalog zu blättern, auch wenn der verwandte Ansatz der DMAs wesentlich enthusiastischer wirkte. Der große Wurf bleibt auf „Big Life“ aus. Beim nächsten Mal sollte bei den Rifles weniger wieder mehr sein.

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