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Kings Of Leon – Walls – Rückkehr der Könige

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Mit mittlerweile 16 Jahren eine Band im pubertätsfähigen Alter, über 18 Millionen verkaufte Platten, die ewig gleichen Gesichter der Followill-Brüder Caleb, Jared und Nathan, die – damals in Tennessee – ihren Cousin Matthew ins Boot holten, um ein wenig an der Musikgeschichte zu schrauben.

Über die vielen Jahren konnten Kings Of Leon – zum Leidwesen ihrer Kritiker – unter Beweis stellen, dass sie mehr sind als dieses One-Hit-Wonder-Phänomen, dessen Stempel man Songs wie „Sex On Fire“ und „Use Somebody“ gerne aufdrückt, obwohl man sie insgeheim gerne mitgrölt, wenn das Radio läuft – zumindest dann, wenn Türen geschlossen und Autofenster hochgekurbelt sind.

Mit ihrem siebten Studio-Album „Walls“ präsentieren sich Kings Of Leon ungewohnt frisch und erwachsener als je zuvor. Da gibt es noch Mauern, die es einzureißen gilt. Zugegeben – das ist so ziemlich die einfachste Lesart des neuen Albumtitels … Aber warum eigentlich nicht?

Ähnlich wie Casper, der das Leben in „XOXO“ als reinen Selbstzweck ansieht („Der Sinn des Lebens ist Leben“), glorifizieren die alten Hasen mit „Waste A Moment“ die Flüchtigkeit des Augenblicks, den es zu leben gilt.

Allzu schnell kommen da Wir-lassen-alles-hinter-uns-Assoziationen auf, die man jedoch eilig zur Seite schieben kann, denn „Walls“ kann mehr als das. Das belegen Songs wie „Around The World“ und „Find Me“ eindrucksvoll, bei denen Reiselust und Heimatgefühl ein neues Zuhause finden. „Muchacho“ sorgt für eine ungewohnte melodisch-pfeifende Abwechslung.

Einziger Wermutstropfen: Kings Of Leon müssen aufpassen, dass sie nicht in Richtung Schlager abmarschieren, denn „Over“ hat diesbezüglich starke Tendenzen, die uns schluckend an The Killers erinnern lassen – schön, aber schmalzig!

Alles in allem kann sich „Walls“ nicht freimachen von Déjà-vus (wäre nach sechs Alben auch ein wenig zu viel verlangt). Gitarren-Einstiege à la Kings Of Leon („Eyes On You“), die hoch und runter im Radio rotieren könnten, gibt es zur Genüge. Zuletzt lieferte die Band mit „Reverend“ damit ein weiteres Appetithäppchen auf ihr neues Album.

Kings Of Leon ändern nichts an ihrem magischen Grundrezept: Hastiges Innehalten, bei dem Schlagzeug und Rhythmusgitarre in hohem Tempo davon galoppieren, während Bass und Leadgitarre, die die Melodie vorgibt, sich auf einen gemächlichen Spaziergang aufmachen.

Gänsehaut-Momente sind garantiert bei „Walls“, denn vor dem berühmt-berüchtigen verflixten siebten (Album-)Jahr haben Kings Of Leon eine dreijährige Pause eingelegt, in der die Platten im Schrank einstauben konnten, um ein wenig in Vergessenheit zu geraten. Wiederhören macht Freude!

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