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Frightened Rabbit – Live im Ampere, München

Die schottischen Frightened Rabbit um die Brüder Scott und Grant Hutchinson sind im Vereinigten Königreich schon seit vielen Jahren eine große Nummer und haben mit ihrem Emo-Rock zweifelsohne die Nachfolge der verehrten Embrace angetreten. In diesem Jahr veröffentlichten sie ihr mittlerweile fünftes Album “Painting Of A Panic Attack”, mit dem sie derzeit auf Tour sind, gestern im Ampere in München.

Nachdem die, wie die Hauptband aus Glasgow stammenden, PAWS das restlos ausverkaufte Ampere gut vorgeheizt haben, legen die Rabbits mit „Get Out“ vom aktuellen Album los.

Der Fokus des Konzerts liegt ganz klar darauf, rockige Gute-Laune Stimmung zu verbreiten, was auch gelingt. Dadurch gerät es jedoch nicht so emotional wie es hätte werden können, wohl auch, weil eben solche Album-Highlights wie „Little Drum“ und „Still Want To Be Here“ nicht gespielt werden.

Auch Titel wie „An Otherwise Disappointing Life“ klingen etwas roher und weniger romantisch, was aber auch daran liegt, dass Sänger Scott Hutchison live seine Kopfstimme nicht so gut darbieten kann. Etwas, was man auch von Coldplay Konzerten kennt.

Vor „Fast Blood“ erklärt Scott, dass man in Schottland nicht mit dem Hintern tanzt, sondern mit den Ellenbogen und den Füßen, was wohl eine auch Aufforderung ans Publikum sein soll, sich etwas exzessiver zu bewegen.

Dieser kommen die Zuschauer so langsam nach und bei der Pub-Hymne „Old Old Fashioned“ kommt dann deutlich Bewegung in die Halle. Insbesondere die offensichtlichen Fans aus dem Frightened Rabbit Heimatland singen lauthals mit.

Für diese Art Lieder funktioniert das Konzert perfekt. Die Titel klingen live deutlich besser als auf Platte und der Band gelingt es, entsprechende Stimmung zu schaffen. Beim dritten Titel „The Loneliness And The Scream“ der langen Zugabe singt dann der ganze Saal am Ende das „Oh Oh Oh“ mit.

Der letzte Encore Titel ist dann „Keep Yourself Warm“ vom zweiten Album „The Midnight Organ Fight“. Auch bei diesem singt das Publikum laut den Refrain mit und schafft so einen grandiosen Abschluß.

It takes more than just a band to keep yourself warm. Ein engagiertes, feierndes Publikum nämlich.

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