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Jens Lekman – Live im silent green, Berlin

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Der Weddingsinger im Wedding.

Den Veranstaltungsort, ein ehemaliges Krematorium, hätte Jens Lekman nicht besser wählen können, um sein neues Album „Life Will See You Now“ zu präsentieren. Vom Friedhof trennt nur ein kleiner Zaun, im Sommer saufen die Urnen mit den Gästen um die Wette.

Diese sind heute Abend bunt gemischt, sowohl was Alter als auch Nationalität angeht. Die meisten sprechen Englisch, kein Wunder bei einem aus Schweden stammenden Künstler, der in Australien lebt und sein aktuelles Album in Berlin aufgenommen hat.

Auf der Setlist steht nahezu das komplette Album und so beginnt das Konzert, nach dem Warm-Up vom jungen Singer/Songwriter Dominic Donner aus Potsdam, gleich mit dessen Opener„To Know Your Mission“, welches Lekman als Akustiksolo vorträgt.

Ohne Beat soll es aber nicht weiter gehen und so betreten drei junge Frauen, mit den gleichen weißen Turnschuhen wie ihr Leadsänger, die Bühne. Ungeschminkt und uneitel stehen bzw. sitzen sie an Keyboard, Bass und Schlagzeug. Bis zur zweiten Zugabe soll sich daran auch nichts ändern.

Das Publikum hat noch etwas Mühe, den neuen Texten zu folgen, aber bei dem bekanntem „I Know What Love Isn’t“ können die meisten der Anwesenden mit einstimmen. Lekman steht da, mit geschlossen Augen. „Wonderful“, kommt ihm immer wieder lächelnd über seine Lippen.

Zwischendurch erzählt er Geschichten zu den neuen Songs, springt zusammen mit seiner Bassistin wie ein Flummi auf der Bühne. Er hat das Publikum in seiner Hand und sie ihn. „Wer war noch nie bei einem Lekman Konzert?“ fragt er. Die Antwortenden werden liebevoll in die Gemeinde aufgenommen. „Ich möchte mit Euch alt werden“.

Eine Stunde. Zugabe mit Band, dann kommt Lekman alleine auf die Bühne zurück. Beim letzten Song “ Pocketful Of Money” von seiner ersten EP 2003 dirigiert er das Publikum. Dieses schnippt im Takt mit den Fingern und singt immer leiser werdend den Refrain “You set my heart on fire“. In der 17 Meter hohen, ehemaligen Trauerhalle ein fast sakraler Moment.

Die Musikerinnen bauen ihre Instrumente selber ab, während sich Lekman zum Merchandise-Stand begibt, wo es das extra zum Song „ What’s That Perfume That You Wear?“ kreierte Parfüm zu kaufen gibt und die Zuschauer derweil lange um ihre Garderobe bitten müssen.

Das letzte Hemd hat keine Tasche, also brauchst Du auch keine Jacke mehr. Diesem Motto, das noch in den Hallen schwebt, konnten sich die Veranstalter wohl nicht ganz entziehen.

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