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Lee Ranaldo – Electric Trim

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Jüngst erst hat der ehemalige Sonic Youth Abteilungsleiter Thurston Moore mit „Rock N Roll Consciousness“ dem Nachwuchs gezeigt, wer immer noch Chef im Ring der quietschenden Gitarren ist, da liefert Ex- Kollege Lee Ranaldo sein Soloalbum Nummer zwölf ab.

Begegnet ist man dem Geist der Noise-Legenden auf dessen autarken Werken bisher sporadisch, sind es doch eher county-eske Klangwelten, für die Ranaldo eine Affinität entwickelte. Nach dem etwas sperrigen „Last Night On Earth“ mit seiner Jam-Session-Atmosphäre steuert „Electric Trim“ wieder in deutlich zugängigeres Fahrwasser.

Zu sanfter Melancholie gönnt Lee Ranaldo dem Hörer neben den ungewöhnlichen Klängen, die er nach wie vor aus den Saiteninstrumenten zu zaubern vermag, latente elektronische Elemente, die zusätzlich mit einer dezenten Percussions-Performance aufpeppt werden.

Vermittelt Einsteiger „Maroccan Mountains“, in dem die Umgebungsgeräusche mit einer Akustik-Gitarre untermalt werden, noch eine angedeutete Morricone-Aura, befeuert das anschließendene „Uncle Skeleton“ diese Stimmung ordentlich. Was sich zu Beginn anhört wie eine Bonanza-Adaption oder ein Beitrag zu Bela B.s „Sartana“-Hörspiel, wird im Verlauf zum staubigen Wüsten-Kracher mit Background-Chor in bester Italo-Western Manier.

Michael Stipe scheint auch hier und da mit der Studiotür geklappert zu haben, als Lee Ranaldo gemeinsam mit The Dust (Alan Licht, Tim Luntzel und SY-Kumpel Steve Shelley am Schlagzeug) sowie den Gästen Nels Cline von Wilco und Kid Millions (aka Man Forever) „Electric Trim“ einspielte, eine von musikalischer Altersweisheit überlagerte Nähe zum College-Rock ist den Aufnahmen nicht gänzlich abzusprechen.

Versprühen einige Songs eine R.E.M.-Aura, durchfließt hingegen „Lets Start Again“ ein ordentliches Stück Neil Young, gefällt das Titelstück mit variantenreicher Verspieltheit, brechen energetische Gitarren in den behutsamen Fluss von „Last Looks“ ein (Sharon Van Etten steuert hier ihre Stimme bei), wird „Purloined“ zum coolen Track allerhöchster Indie-Rock Schule.

Das Album präsentiert sich kompakt, detailliert und unter Kopfhörern ein bisschen wie ein Kammerkonzert für Indie-Liebhaber. Ranaldo und Moore sind für diesmal solo durch, wann zieht Kim Gordon nach?

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