Für diese Website registrieren

siebzehn + 12 =

Mit der Registrierung stimmst du den MusikBlog Nutzungsbedingungen zu.

Bitte gib deine E-Mail-Adresse hier ein. Du bekommst eine E-Mail zugesandt, mit deren Hilfe du ein neues Passwort erstellen kannst.

Entdecke neue Musik

Empfiehl deinen Freunden neue Alben oder Konzerte deiner Lieblingskünstler, erstelle deine persönlichen Album-Charts oder gewinne Konzertkarten und mehr bei unseren Gewinnspielen.

Tricky – Ununiform

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.

Seit der Inbetriebnahme seines Labels False Idols veröffentlicht der sehr aktive Tricky regelmäßig. Ob „False Idols“, „Adrian Thaws“ oder „Skilled Mechanics“, um Abwechslung und Innovation bemüht, ähnelten sich die drei Longplayer im Klang letztlich doch weitestgehend.

Allein deshalb schraubt der Albumtitel Erwartungen in die Höhe. Doch zunächst nichts Neues. Das „Obia Intro“ bietet den bekannt klaustrophoben Trip-Hop. Dann öffnet sich die Büchse der Pandora: Mit einer umfassenden Stellungnahme zur eigenen Biographie wirkt der inzwischen gesund lebende Adrian Thaws aufgeräumt, für seine Verhältnisse geradezu heiter.

Es ist eben nicht „Same As It Ever Was“ wie bereits Track Nummer zwei behauptet. Neu ist beispielsweise Trickys Osterweiterung. Seine Affinität zu Moskau und dem russischen Hip-Hop lebt er nicht nur in diesem Stück mit dem Rapper Scriptonite aus. Auch Vasiliy Vakulenko und Smoky Mo, ihrerseits ebenfalls regionale Szenegrößen, unterstützen ihn im Albumverlauf.

„New Stole“ mit der inzwischen von seinen Platten nicht mehr wegzudenkenden Francesca Belmonte haucht dem Trip-Hop Soul ein, im mit Asia Argento eingespielten „Wait For Signal“  artikuliert der Wahl-Berliner verständlicher denn je.

Terra Lopez verwandelt „Armor“ in zündelnden Trip-Rock, die gesampelte Gitarre aus dem Elektro-Stampfer „Dark Days“ könnten ohne Weiteres aus dem Westbam-Remix von Phillip Boas „This Is Michael“ stammen.

Trickys vertonte Sinn- und Wurzelsuche dreht mit „The Only Way“ intensive Runden im Croner-Milieu, einem Stück, das der Herausgeber selbst offensiv als “Hell is Round The Corner, Part 2” bezeichnet.

Das von Avalon Lurks vorgetragene Hole-Cover „Doll Parts“ und das von Mina Rose interpretierte “Running Wild” markieren weiter Glanzstücke von „Ununiform“.

Das nach den vielen alten und neuen Supporter*innen mit Martina Topley-Bird die Mutter seiner Tochter Maisy mit ihm zum ersten Mal seit „Maxinquaye“ in den musikalischen Ring steigt und mit der Aussicht auf „When We Die“ die Platte schließt, rundet eine Selbstfindung in 13 Akten gebührend ab.

Das beste Tricky Album seit Jahren entspricht gänzlich seinem Titel.

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.