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Fever Ray – Plunge

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Erst gestern Abend offiziell angekündigt, veröffentlicht Fever Ray heute ihr neues Album „Plunge“. Solche Surprise-Releases sind ja seit einiger Zeit modern, aber immerhin hatte Karin Dreijer, bis zu dessen Auflösung in 2014 Teil des schwedischen Geschwister-Duos The Knife, ja schon vor 10 Tagen neue Musik angekündigt und kurz danach den neuen Song „To The Moon And Back“ veröffentlicht.

The Knife waren insbesondere mit dem zweiten Album „Deep Cuts“ von 2003 Wegbereiter einer neuen, elektronischen Popmusik und hatten somit eine Außenseiter-Rolle im Land der harmonischen Popmelodien. Mit der Zeit (und den im Laufe dieser veröffentlichten Alben) haben sie sich jedoch weit vom Pop entfernt und sind zunehmend experimenteller und avantgardistischer geworden, was seinen Höhepunkt im wild verspielten, nur schwer hörbaren Abschiedsalbum „Shaking The Habitual“ (2013) fand.

Fever Ray war daher eine aufregende Abwechslung. Die asiatisch klingende Stimme von Dreijer wurde passend mit tempo-reduzierten, japanisch-anmutenden Klängen kombiniert, das Ergebnis war 2009 ein dunkles, geheimnisvolles, psychotisches und etwas furchteinflößendes Album, das zu den besten der ersten Dekade des aktuellen Jahrhunderts gehört.

Nun also „Plunge“. So richtig darauf gewartet haben kann nach acht Jahren eigentlich niemand, auch wenn man nach der The Knife Auflösung darauf hoffen durfte. Die Ingredienzen wie Stimme, Tempo und Sounds sind gleich geblieben, vielleicht einen Schleier experimenteller und reicher an Varianz.

So ist „IDK About You“ ein witziges Elektro-Punk-Stück, das schleppende „An Itch“ erinnert an die letzten The Knife Alben und das finale „Mama’s Hand“ beweist sogar Clubtauglichkeit.

Dafür fehlt das Mysteriöse, Nebulöse, das Fever Ray damals so einzigartig machte. Oder das Gefährliche, Verstörende, das Fever Ray in den neuen Videos zur Single vorahnen lies, das sich aber nur in „Falling“ kurz andeutet.

Es klingt alles sehr gut, auch irgendwie neu, aber eben auch wie ein typisches zweites Album. Oder wie es Karin Dreijer im Opener „Wanna Sip“ beschreibt: „I wanna love you, but you’re not making it easy“.

Allerdings hat auch schon das Debütalbum vor acht Jahren seine volle Schönheit erst beim nächtlichen Hören entblößt, wozu das heute frisch geborene „Plunge“ noch keine Gelegenheit bot. Wie ein japanisches Sprichwort sagt: „果報は寝て待て“ („Das Glück kommt über Nacht“).

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