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Liam Gallagher – Live in der Columbiahalle, Berlin

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Es ist 1995, wir sind auf Klassenfahrt, rauchen heimlich und der Kassettenrekorder spielt „(What´s The Story) Morning Glory“ von Oasis. Wir fühlen uns jung und unbesiegbar. Genau dieses Gefühl rief das gestrige Konzert von Liam Gallagher in der Berliner Columbiahalle wieder hervor.

Zum Glück wurde der Gig, wie am Tag zuvor in Köln, nicht aufgrund von Liams Grippe abgesagt, in Berlin klang seine Stimme gut. Bevor der gebürtige Brite die Bühne enterte, durften die Grünschnäbel von The Sherlocks die ohnehin schon warme Halle aufwärmen.

Sie klangen ein wenig wie The Rifles, The Kooks, und ja, hatten auch ein oder zwei Riffs, mit denen sie sich vor The Libertines und Oasis verneigten. Songs wie „Was It Really Worth It“ oder „Nobody Knows“ klingen wie britische Hits anno 2006.

Nach einer halbstündigen Umbaupause ging das Licht in der Halle um Punkt 21 Uhr aus. „Liam! Liam! Liam!“ riefen die Fans, Vorfreude lag in der Luft. Auf der Bühne gingen die Strobos an und die ersten Töne von „Fucking In The Bushes“ vom Album „Standing On The Shoulder Of Giants“ von 2000 erklangen, als Liam und Noel noch zusammen als Leader von Oasis unterwegs waren.

Lässig kam Liam in einem gelben Parka auf die Bühne geschlendert, der Mikroständer war, wie immer, ziemlich tief. Ganz standesgemäß eröffnete er sein Set mit „Rock’n’Roll Star“ vom 1994er „Definitely Maybe“ Album. Durch die ausverkaufte Halle ging ein Ruck und die ersten Biere flogen. Auch beim folgenden „Morning Glory“ von 1995 sangen alle Besucher*innen, wie schon beim Opener, frenetisch mit.

Nach den Oasis-Hymnen zum Einstieg folgten Songs von Liam Gallaghers erstem Soloalbum „As You Were„. „Wall Of Glass“, „Bold“, „Paper Crown“, besonders gut kam „For What It’s Worth“ an. Die Band von Liam machte einen soliden Job, hielt sich im Hintergrund und überließ der Britpop-Ikone die Bühne.

Liam provoziert gerne, kennt aber seine treuen und neuen Fans ziemlich gut. Er enthielt Hits wie „Some Might Say“, „Be Here Now“ oder „Wonderwall“ nicht vor. Auch einen bärtigen Rocker, der gerne den Gelangweilten gibt, wird es berühren, wenn 3.500 Menschen seine Songs bzw. die Songs seiner ehemaligen Band mitsingen.

Nach einer Stunde ging der jüngere Gallagher-Bruder von der Bühne, ließ sich aber für die Zugaben nicht lange bitten. Es gab „Cigarrettes And Alcohol“ und „Supersonic“ von „Definitely Maybe“ zu hören.

Der allerletzte Song war eine Akustik-Version von „Live Forever“. Schöner und gefühlt um 15 bis 20 Jahre jünger hätte uns Liam Gallagher nicht in die Berliner Nacht entlassen können.

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