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Jungle – For Ever – Postapokalypse? Ja, bitte!

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Laut eigener Aussage soll „For Ever“ klingen wie ein postapokalyptischer Radiosender, der Trennungssongs spielt. Wenn postapokalyptische Musik so aussieht, dass die Einflüsse von überall herkommen dürfen, man gekonnt zwischen Dekaden hin- und herspringt und so auf einem Album gleichzeitig klingt wie Chet Faker und die Beach Boys, dann haben Jungle alles richtig gemacht.

Jungle an sich ist schon ein eher komplexes Phänomen. Mit ihrem selbstbetitelten Erstling landete das Londoner Kollektiv direkt auf der Shortlist des Mercury Prize. Gründerväter sind Josh Lloyd-Watson und Tom McFarland, besser bekannt als simply J und T. Um ihre musikalischen Visionen auch live angemessen umsetzen zu können, sind sie im Laufe der Jahre auf ein siebenköpfiges Kollektiv angewachsen.

Kein Wunder also, dass es an Einflüssen auf ihren modernen Soul-Pop nicht hapert. Herausgekommen ist dabei eine spannende Platte, die von Dancefloor-Vibes bis hin zum Chillout-Sonntag alles zu bieten hat.

Da wäre zum Beispiel „Heavy California“, das mit Sicherheit auch eine Referenz zum Entstehungsort ist, denn große Teile des Albums feierten ihre Geburtsstunde nicht im heimatlichen England, sondern in Los Angeles.

Diesen sommerlich entspannten Surfer-Vibe hört man nicht nur besagtem Track an, sondern beispielsweise auch bei „Beat 54 All Good Now“. Blubbernde Synthies treffen auf high-pitched Backgroundchöre und lässige Basslinien. Es würde einen nicht wundern, wenn im Hintergrund ein Beach Boy mit dem Surfbrett vorbei läuft.

„Cherry“ hingegen lässt Nostalgie völlig zurück und katapultiert einen sofort wieder ins musikalische Jetzt. Mit Handclaps, tupfenden Synthies und völliger Unaufgeregtheit als Basis könnte hier auch Chet Faker am Werk sein.

Die zweite Hälfte von „Jungle“ ist generell etwas gechillter. „Give Over“ und „Cosurmyne“ klingen mit großartigen Samples, als seien sie von der letzten DJ-Koze-Platte geklaut.

„Home“ verlässt sich als Ballade allein auf wabernde Synthie-Flächen und spätestens in diesem exponierten Rahmen muss man sich zusammenreißen, nicht mal kurz im Booklet zu blättern und zu schauen, ob die hohe Kopfstimme des Sängers nicht zu Justin Vernon alias Bon Iver gehört. Scheint es doch eigentlich unmöglich, dass jemand einer solchen Stimme zum Verwechseln ähnlich sein kann.

Also, wenn die Postapokalypse sich so anhört wie „For Ever“ , dann bitte gerne her damit!

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