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Frittenbude – Rote Sonne

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„Im rötenden Osten öffnet Aurora ihre Rosentore“. Homer war nicht Inspiration für den Titel „Rote Sonne“, dem neuen Album von Frittenbude, sondern der gleichnamige Münchener Club, einst quasi Wahlheimat der Audiolith-Recken.

Seit 13 Jahren versucht sich das Trio erfolgreich im Spagat zwischen politischem Anspruch und den angenehmen Seiten des Lebens, beeindruckend manifestiert beispielsweise im Über-Song „Mindestens In 1000 Jahren“.

Diesem Konzept folgt auch der Nachfolger von „Küken Des Orion“, wenngleich sein Vorbote, das zusammen mit Jörkk Mechenbier von Love A eingespielte „Die Dunkelheit darf niemals siegen“, ein grundsätzliches Dilemma demaskiert: klare Frontlinien werden rar, Freund und Feind erscheinen zunehmend diffuser.

Dementsprechend verballerte man hier überwiegend plakatives Schrot in alle Richtungen, war der Titel artikulatorisches Gegenstück zu dem, was Die Goldenen Zitronen kürzlich subtiler zu formulieren wussten.

Inhaltlich wie musikalisch bleibt der Track Speerspitze von „Rote Sonne“, „Kill Kill Kill“ kann am ehesten Schritt halten, der Rest verliert sich etwas im bekannten Gemisch aus Elektro-Punk-Pop mit Elektro-Rap-Attitüde.

Die Kombination funktioniert erwiesenermaßen, allerdings bleibt der Bums, der das Frittenbude-Frühwerk auszeichnete, leider weitestgehend auf der Strecke.

Im Blick zurück bäumt sich das Album mit der Troika „Brennen“, „Kanister“ und „Rote Sonne“ in seiner Mitte noch einmal auf. Punktet Ersteres mit seinem brummigen Bass, gibt „Kanister“ das „Firestarter“ der Platte und lässt die Gitarre des Titelstücks über Zeilen wie „In deinen Armen gibt es kein Erbarmen“ hinwegsehen.

Daneben finden sich aber eben auch das im melodiösen Flachwasser schippende „Insel“ oder „Vida“, nicht nur wegen des Namens an das eher Seichte von „Se A Vida E“ der Pet Shop Boys erinnernd, und mit „Alles was wir nicht tun“ eine Midlife-Retrospektive, die aus dem Hause Rögner, Steer und Häglsperger zumindest gewöhnungsbedürftig ist.

Was unter dem Strich bleibt, ist eine solide Frittenbude-Platte, nicht weniger, aber auch nicht mehr, die sich mit „Zucker+E“ ein spätes Highlight für die Bonus-Tracks aufhebt.

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