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Stella Donnelly – Beware Of The Dogs

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Nach einem Eisbecher voll mit Spaghetti („Thrush Metal“), gibt’s zum Nachtisch eine Handvoll Seife („Beware Of The Dogs“):

Stella Donnelly hat scheinbar ein Faible für skurrile Albencover. Musikalisch hingegen pflegt die gebürtige Australierin nicht ganz so sonderbare Leidenschaften. Auf ihrem Debütalbum präsentiert sich warmherziger Folk-Pop, der sich – umgarnt von Stellas lieblichem Organ – nur selten in Bereiche vorwagt, in denen besungene „Dogs“ nicht nur bellen, sondern auch beißen.

So richtig stören tut man sich an der oberflächlichen Geschmeidigkeit aber nicht. Stella und ihre Band haben den Dreh nämlich raus. Da, wo es vermeintlich an Ecken und Kanten fehlt, stopfen die Protagonisten alle Löcher mit liebreizenden Melodien und aufwühlender Drama-Lyrik.

Es geht um alle Facetten der Liebe, aber auch um grabschende alte Männer („Old Man“) und gesellschaftliche, zwischen Hass und Ohnmacht pendelnde Spiegelbilder („Boys Will Be Boys“). Stella Donnelly nimmt kein Blatt vor den Mund. Kein Thema ist zu gewagt, keine Harmonie ist zu viel: Hier passt alles zusammen.

Musik und Inhalt gehen auf „Beware Of The Dogs“ bisweilen getrennte Wege. Und doch hat der Hörer nie das Gefühl, sich für einen Pfad entscheiden zu müssen. Am Ende trifft man sich nämlich immer wieder: der kläffende Hund und das Mädchen mit der Gitarre, genauso wie die Quellen verschiedenster Genre-Ausrichtungen.

Intelligent aufbereitete Klang-Schonkost, bestückt mit zahlreichen Harmonie-Momenten ohne Mindesthaltbarkeitsdatum: Mit „Beware Of The Dogs“ gelingt Stella Donnelly ein großer Schritt in Richtung Indie-Pop-Olymp. Gratulation.

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