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Cate Le Bon – Reward

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Die Zahl namhafter weiblicher Psych-Pop-Künstler ist aktuell noch ausbaufähig. Cate Le Bon sollte deshalb spätestens mit „Reward“ zu einer der relevantesten Vertreterinnen der Female Psychedelica avancieren.

Sie heißt eigentlich Cate Timothy, kommt aus Wales Carmarthenshire, ist seit längerem wohnhaft in Los Angeles und versteht sich in Indie-Kreisen bestens im Netzwerken. Sie produzierte Deerhunters „Why Hasn’t Everything Already Disappeared“, das im Frühjahr erschien.

Für ihr eigenes Album hat sich kurzerhand Warpaint-Schlazeugerin Mozgawa gemeldet. Außerdem ist erneut H. Hawkline, mit von der Partie, ihr Landsmann und Songwriter-Kollege, der schon beim dritten Album „Mug Museum“ dabei war.

Gemeinsam gelingt ein Album wie ein bannendes Marionetten-Schauspiel aus zig Fäden. Ihre Figuren taumeln in halb verschlafener Schieflage an die frische Luft. Und glauben dann nie so richtig, was sie sehen. Ist es der verteufelte Beginn einer neuen Arbeitswoche oder der Anfang eines Fiebertraumes, der gleich ins Unvorhersehbare abdriftet?

Von den Xylophonen in “Home To You”, über die eigenwilligen Spoken-Word-Passagen aus „Mother’s Mother’s Magazine“, bis zum chromatischen Nervenbündel “Magnificent Gesture”, bei dem zu schrägen Saxofonen der Halbwüchsige aus Twin Peaks tanzt – stets formt Timothy an einem wunderbar eigenwilligen Klangkosmos.

Dieser Individualismus konnte so wohl auch nur in selbst verordneter Isolation entstehen. Cate schrieb das Album, als sie ein Jahr lang allein lebte, im Lakes District in Nordwest-England, um die Möglichkeiten der Holzberarbeitung zu erlernen. “I love you, I love you, I love you, but you’re not here”, vermisst sie entsprechend in “Daylight Matters”.

Zwischen Melody’s Echo Chamber, Nico und Róisin Murphy haben Saxofone in Schieflage dieses Jahr nie besser, und psychedelischer Kammer-Prog kaum spannender geklungen.

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