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Jochen Distelmeyer – Coming Home

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Die „Coming Home“ Compilation-Serie geht in eine neue Runde. Protagonist ist diesmal Jochen Distelmeyer, der an dieser Stelle, wie zuvor etwa DJ Hell oder Tocotronic, Songs vorstellt, die den Musiker im Lauf seiner Karriere beeindruckten.

Als maßgebliche Vordenker der Hamburger Schule den differenzierten Blick künstlerisch und politisch global ausgerichtet, war die daran gekoppelte musikalische Entwicklung von Blumfeld ein dynamischer Prozess, dem frühe Kenner der Materie ab „Old Nobody“ durchaus auch skeptisch gegenüber standen.

Kausale Zusammenhänge von Münchener Freiheit bis Mike Ink bereits im End-Neunziger Spex-Interview erörternd, blieben Cover-Versionen, etwa von „Nights In White Satin“, unvergessene Konzert-Eindrücke, zeugte die „Songs From The Bottom“-Erstausgabe oder seine Playlist als Gast beim Plattenspieler-Abend vom F.S.K.-Aktivisten Thomas Meinecke im HAU ansatzweise von der Größe des Arbeitsspeichers im Distelmeyerschen Musik-Verarbeitungszentrums.

„Nur Ein Tropfen“ wird zu Beginn von „Coming Home“ zum Einstieg in die „vornehmste Aufgabe der Musik“, die für den Kurator darin besteht, „uns fühlen zu lassen“ und damit daran zu erinnern, „wer wir sind, was wir brauchen und wirklich wollen“, folgt man mit dieser Verbeugung vor den deutschen Punk- und Wave-Pionieren S.Y.P.H., einem sensiblen Seismographen in die unendliche Welt der Töne.

„Different Now“-die Chastity Belt-Nummer fasst den „Coming Home“ Inhalt in zwei Worten zusammen. Country, Pop, Hip-Hop, Trap, Rock:

Die Diversität der ausgewählten Elemente ist auch das, was sie eint, verbinden sich auf Metaebenen Texte von Andreas Dorau bis Kris Kristofferson, scheinen die Arrangements von Missy Elliot, The Soft Moon, Pharell Williams oder Doc Schoko miteinander zu kommunizieren, bleibt es jedem freigestellt, Blumfeld-Schaffensphasen auf die jeweiligen Stücke zu projizieren.

Im eigenen Album-Beitrag, „Regen“ (hier im Remix vom mittlerweile im Live-Line-Up von Blumfeld angekommenen Daniel Florey), singt sein Verfasser: „Silbern fällt der Regen auf die Welt, seine Melodie macht alles neu“ – auch Jochen Distelmeyers Melodien und Texte ordneten Gedanken neu.

„Coming Home“ ist eine andere, indirekte, Art sich seinem bisherigen musikalischen Vermächtnis zu nähern. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass es dort zu weiteren Einträgen kommt.

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