Für diese Website registrieren

elf + 12 =

Mit der Registrierung stimmst du den MusikBlog Nutzungsbedingungen zu.

Bitte gib deine E-Mail-Adresse hier ein. Du bekommst eine E-Mail zugesandt, mit deren Hilfe du ein neues Passwort erstellen kannst.

Entdecke neue Musik

Empfiehl deinen Freunden neue Alben oder Konzerte deiner Lieblingskünstler, erstelle deine persönlichen Album-Charts oder gewinne Konzertkarten und mehr bei unseren Gewinnspielen.

Sinkane – Dépaysé

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.

Ein bisschen rauer, ein bisschen druckvoller, satter und lauter als auf seinen letzten Alben hören wir Ahmed Gallab, besser bekannt als Sinkane, auf „Dépaysé“, seinem inzwischen siebten Studioalbum.

Doch auch, wenn die Rockgitarre mehr durchjault, der liebliche Bariton gänzlich verschwunden ist und der sudanesisch-amerikanische Musiker allen Grund der Welt hätte – angesichts der politischen Entwicklungen in seinem Heimatland – mitnichten gebaren sich die neun Songs auf „Dépaysé“ aggressiv, wütet und protestierend.

Nein, stattdessen überrascht Sinkane mit positiver, offenherziger, couragierter und unkonfrontativer Musik in Zeiten allzu sorgenvoller Entwicklungen für einen schwarzen Muslim, dessen Eltern, mit ihm aus dem Sudan kommend, in den USA Heimat gefunden haben.

Dass Sinkane den recht schwammigen Genrebegriff „Fusion“, mit seiner Vermengung aus Funk, Global Pop, Soul, Kraut-, Psychedelic-Rock und Jazz, bestens verkörpert und versinnbildlicht, trifft nach wie vor zu.

Aber „Dépaysé“ ist zweifelsohne das rockigste, auch großformatigste seiner Alben, vom jazz-funkigem Vibe von „Mars“ ist ebenso wenig geblieben, wie die spacigen Krautrockanleihen von „Mean Love“.

Nein, hier ist Sinkane mit seiner bunten Band – Gitarrist Jonny Lam ist Chinese, Keyboarderin Elenna Canlas Philippina, Schlagzeuger Chris St. Hilaire ist aus Trinidad und Bassist Michael “Ish” Montgomery Afro-Amerikaner – so klar, unverschlüsselt und direkt wie noch nie.

Keine Songzeile ist interpretativ formuliert, kein Song versteckt sich in wuseligen Jams. „Dépaysé“, französisch für fremd und verloren, beschwört die Hoffnung und den festen Glauben an das Gute im Menschen und im Kollektiv.

Das funktioniert ganz ausgezeichnet. Funk und Jazz gehörten zwar immer ein bisschen zum Bild, welches man sich von dem charmanten Menschfreund Gallab gezeichnet hat, aber Rock und glasklare Ansagen, in dieser Frische und mit diesem Wohlgemut, stehen Sinkane nicht minder.

So ist „Dépaysé“ eine schöne Erweiterung von Ahmed Gallabs musikalischem Spektrum geworden.

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.