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Ich musste mich wieder erden – K.Flay im Interview

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Grammy-Nominierungen, Kollabos mit Tom Morello, Mike Shinoda und Fidlar und ausverkaufte Live-Shows weltweit: Kristine Meredith Flaherty, kurz K.Flay, hat zwei turbulente Jahre hinter sich. Nun geht die aus Illinois stammende Sängerin, Multiinstrumentalistin, Songschreiberin und Produzentin den nächsten Schritt. Statt sich weiter Probleme zu stapeln („Life As A Dog„, „Every Where Is Some Where„), bringt K.Flay im Hochsommer 2019 diverse Lösungsvorschläge an den Start („Solutions„). Wir trafen die Wahl-Kalifornierin zum Interview und sprachen über schwere Zeiten, befreiendes Arbeiten und privates Glück.

MusikBlog: Kristine, dein neues Studioalbum trägt den Titel „Solutions“. Von welchen „Lösungen“ ist die Rede?

K.Flay: Es geht einfach um Situationen, in denen man vor der Wahl steht: Beschäftigt man sich jetzt mit den Problemen oder geht man gleich dazu über, Lösungen zu suchen und zu finden? Die neuen Songs haben einen positiveren Ansatz. Ich habe mich in der Vergangenheit primär mit Momenten befasst, in denen Chaos herrschte. Diesmal blicke ich über den Tellerrand. In vielen, vermeintlich ausweglosen Situationen denkt man sich, dass es keinen Ausweg gibt. Aber das stimmt nicht. Viele Probleme lassen sich ganz einfach lösen.

MusikBlog: Und wie?

K.Flay: Das kommt natürlich immer auf die Situation und die Person an. In meinem Fall war es einfach so, dass ich mich selbst aus den Augen verloren habe. Ich war irgendwann in einem Strudel aus Unsicherheit und Oberflächlichkeit gefangen. Mir vor Augen zu führen, was mir wichtig im Leben ist, hat mir dabei geholfen, wieder klar zu werden. Liebe, Freundschaft, Freiheit: Das sind die drei Eckpfeiler des Lebens. Diese Dinge gilt es zu hegen und zu pflegen. Und wenn man das tut, lösen sich viele Probleme von selbst in Luft auf.

MusikBlog: Gab es einen bestimmten Moment der Erleuchtung?

K.Flay: (lacht) Die letzten Jahre waren wirklich intensiv. Ich war unheimlich viel unterwegs. Ich war auf der ganzen Welt. Und ich bin nun mal jemand, der gerne Spaß hat. Ich habe viel gefeiert. Manchmal auch ein bisschen zu viel. Mein Manager stand irgendwann vor mir und fragte mich, ob mit mir alles in Ordnung sei. Da gingen bei mir die Alarmglocken los. Ich musste mich wieder erden. Das war unheimlich wichtig für mich und meine Entwicklung als Mensch und Künstler.

MusikBlog: Hat dir die Musik bei der „Erdung“ geholfen?

K.Flay: Auf jeden Fall. Das Schreiben der neuen Songs war wie eine Therapie für mich. Es war Heilung und Befreiung zugleich.

MusikBlog: Du hast dich erneut für einen zwischen hart und zart pendelnden Mix aus Rock, Pop und Hip-Hop entschieden. Hast du dich in puncto Sound von bestimmten Quellen inspirieren lassen?

K.Flay: Ich bin da eher bei mir selbst. Natürlich höre ich zwischendurch auch viel Musik. Und sicherlich gibt es immer wieder Songs, die fesseln und Spuren hinterlassen. Aber wenn es dann um die eigenen Lieder geht, blende ich das meiste davon aus. Aufgrund meiner musikalischen Offenheit habe ich so viele Möglichkeiten. Das macht es immer sehr spannend.

MusikBlog: Spannend präsentiert sich momentan nicht nur dein beruflicher, sondern auch dein privater Weg. Du hast vor ein paar Wochen deine Beziehung mit Miya Folick öffentlich gemacht. Ihr seid bereits seit einem Jahr zusammen, richtig?

K.Flay: Ja, wir sind vergangenen Sommer zusammengekommen. Uns war es einfach wichtig, die Beziehung reifen zu lassen. Wenn Liebe im Spiel ist, dann sollte man alles tun, um den Moment und die Aussicht auf das, was noch kommt, zu schützen. Wir sind beide Musikerinnen, die viel unterwegs sind. Wir sehen uns nicht so oft wie normale Paare. Das macht es nicht einfach. Wenn dann aber auch noch die halbe Welt dabei zuschaut, wie sich die Dinge entwickeln, dann wird es noch schwieriger. Wir wollten den richtigen Moment abwarten. Und das war jetzt der Fall.

MusikBlog: Was ist der Schlüssel eures Glücks?

K.Flay: Wir sind beide sehr emotional. Wir führen beide ein sehr intensives Leben. Es gibt unheimlich viele Parallelen. Da entsteht natürlich schnell eine Verbindung. Es ist schwer zu beschreiben. Wenn wir uns sehen, sind wir einfach füreinander da. Wir tauschen uns aus und teilen unsere Gefühle und Gedanken. Miya trat während einer Zeit in mein Leben, als ich ziemlich am Boden war. Ich fühlte mich schwach und orientierungslos. Sie gab mir wieder Kraft und Energie. Sie hat mich herausgefordert. Durch sie trat ich wieder zurück ins Licht. Sie fordert mich jeden Tag heraus. Das schätze und liebe ich besonders an ihr.

MusikBlog: Besteht die Möglichkeit, dass ihr euch irgendwann in der Zukunft auch mal beruflich vereint?

K.Flay: (lacht) Ich stehe total auf spannende Kollaborationen. Da spielt die richtige Chemie natürlich auch immer eine große Rolle. Mit einem guten Freund oder gar einem Lebenspartner würde es bestimmt super passen. Wenn wir bei mir zuhause sind, singen wir auch viel zusammen. Da ist die Basis also schon vorhanden (lacht). Es bietet sich natürlich an, keine Frage. Momentan stehen aber andere Dinge im Vordergrund. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt.

MusikBlog: Vielen Dank für das Interview.

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