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Nils Frahm – All Encores

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Auch die Neoklassik kennt Resteverwertung. Und wenn das Ergebnis derart berührt, kann man es dem feinen Label Erased Tapes nur schwerlich übelnehmen.

Im Januar 2018 entsandte Nils Frahm sein jüngstes Album „All Melody“ in die Welt, das ihn endgültig von einem Geheimtipp zu einer echten Genre-Ikone machte. Seither füllt er die ehrwürdigsten Konzerthäuser, und das nicht mehr nur in ganz Deutschland.

Für „All Melody“ jedenfalls hatte er eine Art Residency in einem Tonstudio im spektakulären und geschichtsträchtigen Funkhaus Berlin inne, und – wie nun gewahr wurde – war der ursprüngliche Plan, dort drei thematische Konzeptalben aufzunehmen.

Das hat zum Glück nicht funktioniert. Das vielschichtige, komplexe kleine Wunderwerk „All Melody“ hat sich künstlerisch aufgedrängt, zurück blieben viele Versatzstücke und Überbleibsel der ursprünglichen Idee.

Von 2018 bis zum Sommer dieses Jahres erschienen daher drei EPs, „Encore 1-3“ genannt, die diese Reste zutage förderten.

Der erste Teil bleibt dabei bei zartesten Solo-Piano-Tönen haften, kaum bemerkbar, wenn man nicht aufmerksam lauscht.

Im zweiten Teil gibt es ausufernde Ambient-Klänge, die sich wie eine warme Decke über nasse Oktobertage legen.

Abschließend dürfen sich Klassik und Electro endlich innig vermengen und den urbanen, intellektuellen Mythos der heutigen Neoklassik zur Schau stellen.

„All Encore“, warum auch nicht, vereint nun alle drei EPs auf einem Album und macht die ganzen Überbleibsel aus der Funkhaus-Berlin-Zeit geschlossen erfahrbar.

Dass Nils Frahm einfach zum Herbst wie Arsch auf Eimer passt, wird einmal mehr deutlich. Auch ohne klassisches Studioalbum liefert Nils Frahm wieder ein Ticket zur Alltagsflucht in eine staunend machende akustische Welt.

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