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Gorillaz (Credit Warner Music)

Gorillaz – Song Machine: Season One: Strange Timez

Die Gorillaz waren ihrer Zeit schon immer voraus. Demzufolge musste Damon Albarns digitales Comic-Theater im Seuchenjahr 2020 weder schließen, noch ein Hygienekonzept vorlegen, konnte sein Publikum während, nach und vor dem (möglicherweise) nächsten Lockdown weiter versorgen.

Denn die Band befindet sich seit Anfang des Jahres auf einer audiovirtuellen Reise um die Welt und über deren Grenzen hinaus, online Fan-Teilhabe natürlich inklusive. Mit „Song Machine: Season One: Strange Timez“ folgt nun eine Zusammenfassung des bisherigen Trips im Album-Format.

2D, Murdoc Niccals, Noodle und Russel Hobbs haben in den vergangenen Monaten wieder mit diversen Kollegen korrespondiert, nahmen zuletzt für die Episode Six, „Strange Timez“, Gothic-Ikone Robert Smith mit auf eine Mondfahrt, obwohl man, um seltsame Zeiten zu erleben, längst nicht mehr extraterrestrisch unterwegs sein muss (siehe die Notwendigkeit einer aktuellen Gorillaz-Positionierung zu Black Lives Matter).

Die Elektronik dreht frische Loops; wildes Tasten-Geklimper, coole Bassläufe, griffige Gitarren und ein munteres Schlagwerk bilden das Mittel zwischen Club- und Lounge-Sound, geben sich Erinnerungen an die Musik von Daft Punk bis Air die Klinke in die Hand wie die weiteren großen Namen auf der Gästeliste.

Beck verpasst der digitalen Klangplattform in „The Valley Of The Pagans“ Lo-Fi-Charme, kein Geringer als Sir Elton John hebt „The Pink Phantom“ auf Broadway-Level, das geschmeidig-poppige „Aries“ startet mit einer satten Beastie Boys-Gedächtnis-Sequenz, „Momentary Bliss“ lädt auf ein Runde Ska.

Profund im Hip-Hop verwurzelt, haben die vier Rabauken natürlich entsprechende Genre-Vertreter am Start, mit denen die Ziehsöhne vom ehemaligen Blur-Frontmann und Jamie Hewlett im Klang-Nirvana zwischen Festspielhaus und Geisterbahn rochieren.

„Song Machine: Season One: Strange Timez“ hat zwar wieder keinen Referenz-Song von der Hausnummer „Dare“ an Bord, ein solcher wird aber auch nicht vermisst.

Das multimediale Kunst-Konzept Gorillaz funktioniert längst ohne Hit, wovon man sich seit dieser Woche in ihrer retrospektiven Radioshow, sowie im globalen Stream-Event „Song Machine Live“ am 12. und 13. Dezember überzeugen kann.

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