King Gizzard And The Lizard Wizard – L.W.

Und sie tun es wieder: King Gizzard & The Lizard Wizard hauen mit „L.W.“ ihre mittlerweile 17. Platte raus. Ein Vierteljahr nach „K.G.“ (man errate, wofür K.G. und L.W. gemeinsam stehen), legen die australischen Arbeitstiere nach und präsentieren uns auch auf diesem Album eine breitgefächerte Aufstellung an skurrilen, faszinierenden Soundlandschaften.

„L.W.“ ist dabei laut Band sowohl ein ganz eigenständiges Werk als auch das Pendant zum Vorgänger. Beide Alben sind notgedrungen in den eigenen vier Wände entstanden. Die Jungs haben ihre Ideen miteinander geteilt, alle Bandmitglieder haben sich ein kleines Heimstudio eingerichtet, später wurde dann alles zusammengeschustert.

Es wären ja schließlich nicht King Gizzard & The Lizard Wizard, wenn sie sich in ihrem produktiven Wahnsinn von irgendwas aufhalten ließen.

Wie schon auf „K.G.“ und zuvor auf „Flying Mictrotonal Banana“ erforschen King Gizz erneut die Tiefen der mikrotonalen Musik und lassen uns dankenswerterweise an den geglückten Experimenten teilhaben.

So gibt’s auch dieses Mal wieder eine explosive Mischung aus verschiedensten Stilen, Einflüssen und Inspirationen:

„Supreme Ascendancy“ webt fernöstliche Klängen geschickt in einen beeindruckenden Song mit düsteren Gedanken ein, „Ataraxia“ ist ein ruhender Vulkan, der nur gelegentlich im Chorus ausbricht. Der passenderweise „East West Link“ genannte Track verbindet durch seine mikrotonalen Gitarren tatsächlich westliche und östliche Musikwelten.

Highlight bleibt aber der neunte und letzte Track des Albums, „K.G.L.W.“. Wer sich im Gizzverse auskennt, wird wissen, dass dieser den gleichen Titel trägt wie der Opener von „K.G.“, bei welchem er sich auch die Gitarrenmelodie des Intros ausborgt, um sich dann in einen epischen Stoner-Metal-Song zu verwandeln, der einen auch lange nachdem der letzte, unheilvolle Ton schon verklungen ist, nicht loslässt.

Auch „L.W.“ wird mit seinem kreativ-kompromisslosen Sound bestimmt keinen King-Gizz-Hasser zum Fan konvertieren. Muss ja auch nicht sein – aber dass eine Band es schafft, mehr Genres so kunstfertig auf jedes einzelne Album zu packen, als die meisten anderen in eine ganze Karriere, verdient auf jeden Fall ziemlich fetten Respekt.

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