King Gizzard And The Lizard Wizard – Butterfly 3000

Jetzt also Album Nummer 18. Und der vierte Langspieler innerhalb eines Jahres. Die Australier mit dem komischen Bandnamen hauen wieder einen raus.

Die legendäre Schlagzahl neuer Veröffentlichungen von King Gizzard & The Lizard Wizard muss nicht unbedingt ein Problem sein. Sie wäre es, wenn die Jungs um Stu Mackenzie bei der Auslese zu schludrig wären und jede Song-Idee auf die Platte packen, die nicht bei drei auf dem Baum ist.

Ein Problem wäre auch, wenn die Fans auf die schon wieder nächste Platte nur noch mit einem Gähnen reagieren. Bei beiden Bedenken kann mit dem neusten Streich “Butterfly 3000” Entwarnung gegeben werden.

Denn langweilig ist “Butterfly 3000” keinesfalls. Weil es wieder seinen eigenen Sound hat und vor allem wieder ganz anders klingt als „K.G.“ (November 2020) und „L.W.“ (Februar 2021). Nach den Mikroton-Experimenten widmet sich die Band diesmal wieder dem wilden Psychedelic-Rock.

Wer aus Kindertagen noch diese Kaleidoskope in der Röhre kennt: So wie die Muster dort drin klingen King Gizzard hier. Es sind dann auch keine einzelnen Songs, die herausstehen (es werden diesmal auch keine Singles ausgekoppelt), alle Tracks gehen nahtlos ineinander über und fügen sich dem großen Muster.

Das Verbindende ist ein Synth-Ton, der sich von Track zu Track durch fast das ganze Album zieht und sich mal trance-artig im Kreis dreht, anderswo wie ein Flummi über die ganze Bandbreite der Tonleiter springt.

Wie das klingt? So, als hätte man die Psychedelic-Rocker der 60er und 70er an einen Computer gesetzt – und dem bekannten hypnotischen Sound der Band damit einen fast trashig-futuristischen Einschlag gegeben („Dreams“).

Anderswo klingen die fernöstlichen Einflüsse durch („Interior People“ und „Catching Smoke“), die schon die früheren Alben prägten.

Kurzum: Wie man es von ihnen gewohnt ist, ist auch das neue Album von King Gizzard – immerhin das erste seit vier Monaten! – schrill, abwechslungsreich und voller Ideen.

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