Casper – Alles war schön und nichts tat weh – Neues Video

Casper hat seine neue Single “Alles war schön und nichts tat weh” zusammen mit dem dazugehörigen Video veröffentlicht.

Bereits gestern kündigte der Rapper den Song für heute an, während er ebenfalls bekannt gab, dass sein neues Album desselben Namens am 25. Februar 2022 erscheinen wird.

Der Track ist das erste neue Solomaterial von Casper seit vier Jahren. Sein aktuelles Album “Lang lebe der Tod” erschien 2017 und ist laut MusikBlog-Review ein in sich gekehrtes Stück Musik, das weder die Wut, noch den strahlenden Bombast der Vorgängeralben in sich trägt und doch mitten ins Herz trifft: “[Es] präsentieren sich die neuen Stücke voll mit umfassender Reife. Casper wird introvertierter.”

Ein Jahr später veröffentlichte Benjamin Griffey, wie Casper mit bürgerlichem Namen heißt, das Kollaborations-Album “1982” mit Rapper-Kollege Marteria. Die MusikBlog-Review lobt die Platte als “perfekte Mischung aus Nostalgie, ballernden Beats da, wo sie hingehören, Dankbarkeit der netten Jungs von nebenan, cleveren Referenzen aus der Popkultur und tightem Sprechgesang.”

Die neue Single verbindet sanfte Vocals, die zwischen Gesang und Rap hin- und herschwingen und nicht viel von Caspers markanter Reibeisen-Stimme preisgeben, mit kräftigen Klavierakkorden und post-rockigen Soundschwaden.

Die pointierten und leidenschaftlichen Gospel-Anleihen machen aus dem bedächtigen Song ein spirituelles, fast schon religiöses Erlebnis. Dabei ist das Sujet gar nicht so erleuchtend: Casper erzählt über den Schmerz, den die Isolation gegenüber seinen Liebsten und letztlich sich selbst verursacht.

Wie schon die Deutschpunks Muff Potter zuvor mit ihrem gleichnamigen Song zitiert Casper mit “Alles war schön und nichts tat weh” den Roman “Slaughterhouse-Five”, in dem Kurt Vonnegut seine Erlebnisse als Kriegsgefangener im zweiten Weltkrieg verarbeitete.

Casper erklärt, worum es ihm in dem Song geht: “‘Ich explodier‘, das bedeutet natürlich auch, dass ich mich frei mache von all diesen Dingen. Es ging mir darum, mich aus der Schale zu pellen, dieser Song ist für mich wie eine Katharsis – und blickt insofern gleichermaßen zurück wie nach vorne.”

Die Schale nimmt im Video die Form einer winzigen Insel im endlosen Ozean an: Diese ist dicht bewachsen mit einer Blumenwiese, auf der sich ein Mensch gerade so Platz hat.

Dort verbringt Casper seine Zeit mit dem Entspannen in den Blumen, dem Betrachten von Feuerwerk und schließlich dem Tod durch schwarze Tentakel, die ihn am Ende in einen Kokon einspinnen.

Facebook
Twitter

Schreibe einen Kommentar

Login

Werde MusikBlog-Mitglied!

Wir unterstützen die lokalen Musikszenen und vor allem kleinere Bands und Nachwuchs-Künstler*innen. Hilf auch du uns dabei mit einem kleinen monatlichen Beitrag.