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Broken Bells – Into The Blue

Nach etlichen Jahren, in denen sich Broken Bells mit der Veröffentlichung von Singles begnügten, liefern sie sich jetzt ein orchestrales Stelldichein von Album. Stand jetzt ihr disparatestes.

Auf dem ersten gemeinsamen Album seit acht Jahren spielen sich Brian Burton aka Danger Mouse und James Mercer ihre jeweiligen Stärken subtil über Bande zu. Gerade Danger Mouse zeigt dabei einmal mehr seine vielseitigen Talente.

Hatte er zuletzt mit Black Thought noch ein klassich-elegantes Hip-Hop-Album veröffentlicht, zeigt er sich an der Seite des The-Shins-Frontmann von seiner warmherzigen Indie-Seite.

Vor 20 Jahren lernten sich der Sänger und der Produzent über das Independent Label Elephant 6 kennen. Der Legende nach sollen beide über dasselbe 4-Spur-Aufnahmegerät verfügen, mit dem Mercer das formidable The-Shins-Debüt “Oh, Inverted World” aufnahm.

Aus dieser nerdigen Gemeinsamkeit heraus entstanden Broken Bells, die 2010 ein Debütalbum veröffentlichten, auf dem sich beide zurückhaltender gaben, als man vermuten durfte und das in gewisser Weise ein The-Shins-Album mit angezogener Handbremse darstellte.

Der Nachfolger “After The Disco” zollte seinem Titel Tribut und klingt auf “Into The Blue” in der melancholischen Disco-Nummer “One Night” nach.

Davon jedoch abgesehen, fassen sich die beiden in ihrer Bandbreite weiter als zuvor und schmücken das Gefühl der zeitlosen Melancholie Mercers mit Gitarrenrauschen und Sythesizer-Fahnen. „We’re Not In Orbit“ heißt es an zweiter Stelle – mindestens aber in der eigenen Umlaufbahn.

Art-Rock-Soli in „Love On The Run“, Trip-Hop-Beats in “Forgotten Boy” und Fässer voller Melodien, die sich in Mercer schneller zu vermehren scheinen als Sars-Cov-2-Viren.

Ein Konzept, das kleben bleibt und am Ende auch die Paul-Young-Gedächtnis-Nummer „Fade Away“ verzeiht.

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