Health haben vorgestern ihre neue Single „A.L.O.N.E.“ inklusive Musikvideo veröffentlicht. Der Song stammt von ihrer neuen EP „ADDENDUM“, die am 30. April via Loma Vista Recordings erscheint.
Damit ist die Bühne bereitet: Die neue Single „A.L.O.N.E.“ ist draußen, die neue EP folgt – und beides verspricht genau die Art von Sound, für die diese Band bekannt ist: kompromisslos, atmosphärisch und mit dem festen Vorsatz, das „Müll-Jahrzehnt“ klanglich zu verewigen.
„A.L.O.N.E.“ ist ein Track, der sich anfühlt, als hätte jemand den Lichtschalter im Unterbewusstsein umgelegt. Eine dezente Bassline hält den Puls, Synthesizer-Schichten weben sich ein und aus.
Das Ergebnis ist so atmosphärisch, dass er problemlos in der Bang Bang Bar aus „Twin Peaks“ laufen könnte – tatsächlich ist das Intro eine bewusste Verbeugung vor dem Komponisten Angelo Badalamenti.
Entstanden ist der Song nach dem Tod von David Lynch. Sänger Jake Duzsik kommentiert das mit entwaffnender Ehrlichkeit: „Wir haben diesen Song unmittelbar nach dem Tod von David Lynch geschrieben, was sich zu diesem Zeitpunkt bedeutungsvoll anfühlte. Dann kam er letztendlich viel später heraus und scheint fast jede bedeutsame Verbindung zu diesem Ereignis verloren zu haben, sogar für mich.“
Eine Lektion fürs Leben, gibt er zu – er weiß nur nicht welche. Willkommen im Zeitalter der zerstreuten Bedeutungen.
„ADDENDUM“ wird neues Material neben ausgewählten Kollaborationen versammeln und damit das Kapitel der „Rat Wars“ (2023) / „Conflict DLC“ (2025) Saga abschließen.
Für alle, die „Conflict DLC“ noch nicht kennen: MusikBlog nannte es im Review „ein Schneller-höher-weiter-Produkt, auf dem Metal mit Pop flirtet und sich mit EBM-Beats kreuzt“ – und traf damit den Nagel ziemlich genau auf den Kopf. Depressive Schwere trifft maximalistische Ästhetik, Industrial-Metal trifft alles andere.
Irgendwo zwischen Rave und Ritual, zwischen Meme-Lord und Metalhead: Health adressieren bewusst eine „Koalition von Subkulturen“ und meint das ernst. Und trotzdem, oder vielleicht genau deshalb, geht es letztlich ums Vergnügen.
Das Musikvideo zu „A.L.O.N.E.“ bedient sich an verzerrtem Footage aus dem Independent-Thriller „The Doom Generation“ von 1995 und wurde geschnitten von More Than Lethal – und passt damit optisch perfekt zu der Stimmung des Songs.
