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Beyoncé – 4

Beyoncé – 4

Nach Nico’s Rezension eines Albums namens „2“ nun Beyoncé’s „4“. Es ist ihr 4. Album, daher wohl der relativ einfallslose Titel, auch wenn sich die Musik Marketing Manager bzw. Beyoncé selbst dazu natürlich die Story einfallen ließen, dass sie selbst, ihre Mutter und ihr (Noch?-) Ehemann Jay-Z an einem 4. geboren sind, Beyoncé die Zahl 4 mag usw. Nun ja, ich bin auch an einem 4. geboren, was mich somit für diese Rezension prädestiniert.

Die Platte beginnt sehr gut mit dem Song „1+1“ (was 2 ergibt, so wie der Albumtitel von Black Country Communion von oben). Ein beyoncé-typisches, emotionales Lied, wieder einmal nahezu perfekt, mit sehr viel Soul gesungen. Kein Zweifel, Beyoncé Knowles ist die offizielle Nachfolgerin von Whitney Houston geworden. Da stört auch das „Schweine-Rock“-Gitarren-Solo am Ende des Liedes nicht mehr so sehr.

Leider ist mit diesem ersten Track bereits der Höhepunkt der Scheibe erreicht. Es fehlen Mega-Hymnen wie „Crazy In Love“ oder „Halo“ und auch weitere schöne, beyoncé-typische Schnulzen folgen nicht, mit Ausnahme von vielleicht „I Was Here“. Die Platte verliert sich über weite Strecken in ruhigem, bedeutungslosem R&B Geklimper. Immer gut gesungen und die Songs nicht per se schlecht, aber eben auch nicht herausragend wie man es von einem Star diesen Kalibers erwartet.

Beyoncé ist mit diesem Album noch nicht zu voller Form aufgelaufen. Dafür verantworlich sind vielleicht auch die vielen Änderungen in ihrem privaten und professionellen Umfeld. Bevor sie angefangen hat, an dem Album zu arbeiten, hat sie ein Jahr Pause gemacht. Dabei hat sie sich nicht nur erholt, sondern offenbar auch emanzipiert. So hat sie sich von ihrem Vater als bisherigen Manager getrennt und trifft nun viele Entscheidungen, nicht nur künstlerische, selbst. Zum Beispiel hat sie zum ersten Mal das Studio für die Aufnahmen selbst gebucht und bezahlt.

Das macht sie natürlich zum Vorbild vieler Frauen und auch Beyoncé kann man als eine Art musikalische Feministin betrachten, wie sie ja auch in Songtexten wie „Run The World (Girls)“, „Save The Hero“ und „If I Were A Boy“ zum Ausdruck gebracht hat (siehe dazu auch den Artikel zu CocknBullKid)

Zu der Auszeit sowie der Entstehung des Albums und des Videos zu „Run The World (Girls)“ gibt es von Beyoncé eine ganz interessante, 22-minütige TV-Dokumentation. Die Ausstrahlungs-Premiere dieser Doku, genannt „The Year of 4“ war am 30. Juni auf MTV und BET, ihr könnt sie jetzt auch hier sehen.

© Stephan Hesslich

(iPhone/iPad Nutzer klicken bitte hier)

Kommentare

  1. […] aus Spielmannszug und Pop-Kombo: Was da an Soundwelle ins Publikum schwappt, sind David Guetta, Beyoncé, White Stripes und Billy Jean. Alles – nur keine Volksmusik. Hört es euch an […]

  2. […] bekommt man 16 Tracks mit vier Gastbeiträgen von Justin Timberlake, Frank Ocean, Rick Ross sowie Beyoncé. Innovativer ist der Sound meiner Meinung nach dadurch nicht wirklich geworden. Zwar kann man auf […]

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