Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Search in posts
Search in pages

Für diese Website registrieren

zwanzig + 18 =

Mit der Registrierung stimmst du den MusikBlog Nutzungsbedingungen zu.

Bitte gib deine E-Mail-Adresse hier ein. Du bekommst eine E-Mail zugesandt, mit deren Hilfe du ein neues Passwort erstellen kannst.

Entdecke neue Musik

Empfiehl deinen Freunden neue Alben oder Konzerte deiner Lieblingskünstler, erstelle deine persönlichen Album-Charts oder gewinne Konzertkarten und mehr bei unseren Gewinnspielen.

Wir hatten schon lange nicht mehr so viel Spaß – The Afghan Whigs im Interview

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.

Nachdem sich The Afghan Whigs-Fans zuletzt sage und schreibe 16 Jahre gedulden mussten, dürfte sie die Kunde von einem neuen Studioalbum ihrer Heroen wahrscheinlich regelrecht aus den Socken gehauen haben. Diesmal haben die Herren um Mastermind Greg Dulli nämlich lediglich drei Jahre gebraucht, um neues Studiomaterial in Form zu gießen. So steht nach „Due To The Beast“ nun das neue Album „In Spades“ in den Startlöchern. Kurz vor der Veröffentlichung des Albums a, Freitag sprachen wir mit Greg Dulli über aufgeladene Akkus, die Lust am Experimentieren und Kendrick Lamar.

MusikBlog: Greg, zwischen euren letzten beiden Alben „1965“ und „Due To The Beast“ sind 16 Jahre ins Land gezogen. Für euer neues Album „In Spades“ habt ihr lediglich drei Jahre gebraucht. Steht ihr jetzt wieder voll im Saft?

Greg Dulli: (lacht) Uns ging es auch zwischen den Jahren der letzten beiden Alben gut. Es war einfach so, dass wir nach der Veröffentlichung von „1965“ gemerkt haben, dass es auch ein Leben neben der Band gibt. Ich rede jetzt gar nicht von privaten Dingen, sondern vielmehr von anderen musikalischen Projekten, die im Laufe der Zeit immer wichtiger wurden.

MusikBlog: Die habt ihr demnach in den vergangenen Jahren wieder etwas zurückgefahren?

Greg Dulli: Nun, wir haben nach der letzten Platte und den letzten Shows einfach gemerkt, wie viel Spaß wir wieder zusammen haben. Das sind alles Dinge, die sich nicht so richtig planen lassen. Entweder man spürt den Vibe und das Vertrauen, oder eben nicht. Diesmal war das Feuer einfach da. Alle, die mit an der letzten Tour beteiligt waren, trafen sich im Studio und haben die Dinge einfach laufen lassen.

Ich weiß nicht, wann wir das letzte Mal so ein Live-Feeling hatten. Diesmal war es wirklich so, dass man das Gefühl hatte, man käme direkt von der Bühne ins Studio. Das komplette Album wurde live eingespielt. Ein paar Overdubs im Nachhinein, aber mehr war nicht. Das Fundament wurde komplett live gelegt.

MusikBlog: Du klingst extrem begeistert.

Greg Dulli: Das bin ich auch. Ich meine, es ist doch so: Ich kenne das Business und weiß, wie der Hase läuft. Ich mach das ja jetzt schon, seit ich denken kann. Und jedes Mal hörst du von Bands, die dir erzählen, dass ihr neues Album das bis dato beste von allen ist. Ich bin auch immer happy, wenn ein Projekt abgeschlossen ist, keine Frage. Und ich würde jetzt auch nicht behaupten, dass „In Spades“ unser bestes Album ist. Vielleicht ist es das. Vielleicht aber auch nicht. Aber Fakt ist: Ich hatte schon lange nicht mehr so viel Spaß und Freude während einer Produktion. Und ich denke, das hört man dem Album auch an.

MusikBlog: Es klingt definitiv voluminöser und kompakter als das letzte Album. Und phasenweise auch experimenteller.

Greg Dulli: Ja, es gibt einige Tracks auf dem Album, die selbst mich immer wieder überraschen.

MusikBlog: Zum Beispiel?

Greg Dulli: Da wäre beispielsweise „I Got Lost“. Dieser Song beugt sich keinen Regeln und keinen Strukturen. Der macht einfach, was er will. Dann hätten wir auch noch „Oriole“ im Angebot. Klangen die Afghan Whigs schon jemals so bombastisch? (lacht)

MusikBlog: Mich packt ja vor allem „Toy Automatic“. So eine positive Nummer hätte ich von euch gar nicht mehr erwartet.

Greg Dulli: Ja, wir stecken immer noch voller Überraschungen. Und so soll es auch sein; denn nur so hältst du dir den größten aller künstlerischen Feinde vom Leibe.

MusikBlog: Der wie heißt?

Greg Dulli: Stagnation.

MusikBlog: Ok. Apropos Stagnation: Heutzutage drehen sich ja viele Branchen nur noch um sich selbst. Welche Band hast du derzeit auf dem Schirm, wenn es um spektakuläre Kunst für morgen geht?

Greg Dulli: Hast du das neue Album von Kendrick Lamar schon gehört?

MusikBlog: Hammer.

Greg Dulli: Du sagst es. Dieser Kerl hat es richtig drauf. Ich glaube, dass mich in den letzten fünf Jahren kein Album mehr so geflasht hat.

MusikBlog: Guter Mann, keine Frage.

Greg Dulli: Er sprengt Grenzen. Das gefällt mir. Und er lässt nicht locker. Ich meine, drei Top-Alben in drei Jahren: Das ist schon mal ’ne Ansage.

MusikBlog: Da sollten sich manch andere vielleicht mal eine Scheibe von abschneiden.

Greg Dulli: Wir werden sehen. Ich denke zwar nicht, dass wir schon nächstes Jahr wieder im Studio stehen werden. Aber wer weiß? Wenn man gerade viel Spaß miteinander hat, dann sollte man die Zeit genießen und versuchen, so viel wie möglich rauszuholen. Es gibt aber leider keine Garantien im Leben. Schon gar nicht im Musikbusiness. Da spreche ich aus Erfahrung.

MusikBlog: Hauptsache, ihr lasst uns nicht wieder 16 Jahre warten.

Greg Dulli: Unwahrscheinlich. Das wäre wirklich ein Jammer.

MusikBlog: Vielen Dank für das Interview.

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.