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Angus & Julia Stone – Live im Zenith, München

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Gestern war alles anders im Zenith, München. Am Vorabend waren Nick Cave And The Bad Seeds hier und haben – wie in den Städten zuvor – ein großartiges Konzert mit für sie neuen Showelementen abgeliefert. Gestern der musikalische Gegensatz Angus & Julia Stone.

Obwohl die Besucher-Schnittmenge beider Konzerte als ziemlich gering zu erwarten war, wollten Halle und (ebenfalls gleicher) Veranstalter offenbar mal etwas Abwechslung reinbringen. Und so gab es neu erschlossene Parkplätze tief in der dunklen Baustellenwildnis des Geländes, wurde der vordere statt der übliche hintere Halleingang benutzt, gab es Stempel statt Bändchen.

Als Auftakt bemüht sich Isaac Gracie, der extra seine eigene Headliner-Show abgesagt hatte, die Stimmung in der ausverkauften Location aufzuwärmen, bevor dann auf die Minute pünktlich Angus und Julia mit ihrer Band auf die Bühne kommen.

Die ersten drei Songs („Baudelaire“, „Make It Out Alive“, „Cellar Door), alle vom neuen Album „Snow„, starten das Programm ruhig und bedächtig und schaffen so gleich die typische, wohlig-entspannte Stone-Atmosphäre. Trotzdem schwitzt Julia bereits, als käme sie gerade von einem indianischen Inipi-Ritual.

Die Bühnenshow hat im Vergleich zum Auftritt vor drei Jahren ein gehöriges Upgrade erfahren. Auf der Bühne steht ein fünf Meter hoher Totempfahl mit rot beleuchteten Augen, auf der riesigen Leinwand dahinter werden kindertheater-tauglich aufgehende Monde, Wolken und Meereswellen gezeigt.

Die erste Hälfte des Sets konzentrieren sich die beiden auf die Musik und reden vergleichsweise wenig mit dem Publikum (Angus traditionell noch weniger) und schließen es mit dem besten Titel des aktuellen Albums „Who Do You Think You Are“ ab, den sie zweifelsohne in Verehrung für Bruce Springsteen geschrieben haben.

Danach erklärt Julia etwas umständlich auf nicht ganz akzentfreiem Deutsch, dass sie es zwar nicht so gut spricht, aber versuchen wird, den nächsten Song auf Deutsch zu singen, was ihr natürlich großen Applaus einbringt. Es folgt ein Cover von Udo Lindenbergs „Durch die schweren Zeiten“, perfekt vorgetragen.

Danach ist nicht nur im Saal die Stimmung auf dem Höhepunkt, auch Julia scheint nun gelöster zu sein und schwatzt vor jedem Song unbeschwert mit den Zuschauern. Vor „My House Your House“ bittet Ms. Stone das Publikum mitzusingen, allerdings vergisst sie während des Titels ihre anfängliche Animation und überstimmt das laut aus dem Auditorium schallende „Maybe this is, where we belong“ leider mit ihrem eigenen Gesang.

Nach einer etwas länglich geratenen Bandvorstellung, Julia ist jetzt in bester Redelaune, beendet dann die Hitsingle „Snow“ den Hauptteil. Dazu rieselt natürlich Schnee, nicht nur auf der Bühnenleinwand, sondern in künstlicher Form auch auf die Bühne, begleitet von einem langen „Awww“ der Besucher.

Danach gibt es noch eine Zugabe und die Oxytocin-gesättigten Zuschauer gehen zufrieden nach Hause. Nun kann die Vorweihnachtszeit kommen.

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