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Ich bin ein Besessener – Kurt Vile im Interview

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Nach der Veröffentlichung der Steve-Gunn-Kollabo „Parallelogram“ im Dezember 2015 legt Kurt Vile zwei Jahre später mit dem Album „Lotta Sea Lice“ nach. Diesmal an seiner Seite: Indie-Rock-Sternchen Courtney Barnett. Zwölf Monate danach gibt es wieder Kurt Vile pur auf die Ohren. Soll heißen: Auf seinem achten Studioalbum „Bottle It In“ präsentiert sich die Slacker-Ikone wieder im Alleingang-Modus, lediglich begleitet von seiner Haus- und Hof-Band The Violators. Kurz vor dem Release von „Bottle It In“ trafen wir uns mit Kurt Vile zum Interview und sprachen über magische Stimmungen, Neil Young und kreativen Nachwuchs.

MusikBlog: Kurt, der Titeltrack deines neuen Albums überschreitet mal eben locker die Zehn-Minuten-Grenze. Ich glaube, der letzte Titeltrack, an den ich mich erinnern kann, der ähnlich lang ist, heißt „And Justice For All“ von Metallica und stammt aus dem Jahr 1988.

Kurt Vile: Ja, die guten alten Zeiten. (lacht)

MusikBlog: Ist dir die Entscheidung schwer gefallen?

Kurt Vile: Überhaupt nicht. „Bottle It In“ ist mein absoluter Lieblingstrack auf dem Album. Für mich spiegelt der Song das komplette Stimmungsspektrum des Albums wider. Einen passenderen Song hätte ich mir gar nicht aussuchen können.

MusikBlog: Es musste zwingend ein Songtitel sein?

Kurt Vile: Das Album hat einen roten Stimmungsfaden, der viele Erinnerungen an meine Anfangstage weckt. Dieses Back-to-the-roots-Gefühl wollte ich auch äußerlich transportieren. Das Albumcover, der Albumtitel, der Grundsound des Albums: Das alles sollte im Einklang stehen. Das war mir wichtig.

MusikBlog: Warum?

Kurt Vile: Warum nicht? (lacht) Ich liebe diesen Sound. Und ich stehe total auf die Zeit, in der Alben noch große Gesamtkunstwerke waren.

MusikBlog: Du hast letztens in Quebec für Neil Young eröffnet. War das auch so ein magischer Moment, der Erinnerungen in dir weckte?

Kurt Vile: Neil Young ist einer meiner großen Helden. Wir haben uns schon ein paar Mal kurz getroffen. Aber dieser Tag war natürlich ein ganz außergewöhnlicher für mich. Ich habe nicht nachgezählt, aber ich glaube, es waren so um die 80.000 Leute am Start. Das war unser bis dato größter Gig und eine riesengroße Herausforderung, die wir aber, denke ich, ganz gut gemeistert haben.

MusikBlog: Du erwähntest die besondere Stimmung auf deinem neuen Album. Seit der Veröffentlichung deines letzten Studioalbums „B’lieve I’m Goin Down“ hast du mit Steve Gunn und Courtney Barnett zusammengearbeitet. Inwieweit flossen die Erfahrungen der letzten drei Jahre mit in den Produktionsprozess für „Bottle It In“ mit ein?

Kurt Vile: Diese Erfahrungen kann man natürlich nicht ausblenden. Und das wollte ich auch gar nicht. Aber es war jetzt auch nicht so, dass ich das Gefühl hatte, dass das Album ohne die letzten drei Jahre in eine völlig andere Richtung gegangen wäre.

MusikBlog: Apropos Richtung: Du bist Vater zweier Töchter. Gehören die beiden Damen zu deinen Fans? Oder hat im Hause Vile eher der Mainstream die Hosen an?

Kurt Vile: (lacht) Glücklicherweise haben meine Töchter einen guten Musikgeschmack. Beide stehen total auf die Momente, wenn der Papa die Gitarre auspackt und ein paar Akkorde zum Besten gibt. Und das passiert bei uns daheim ziemlich oft.

MusikBlog: Du kannst nicht ohne Musik, oder?

Kurt Vile: Nein, ich bin ein Besessener. Ich mache Musik, seit ich denken kann. Für mich gibt es nichts Schöneres auf der Welt. Ich bekam meine erste Banjo-Gitarre von meinem Vater. Da war ich 13 Jahre alt. Mit 16 ging es dann mit den ersten Songs los. Ein Kumpel von mir spielte damals in einer Band. Das hat mich total fasziniert. Das war die Zeit, in der mir klar wurde, was ich mit meinem Leben anstellen will. Und wenn ich heute zurückblicke, denke ich mir, dass ich alles richtig gemacht habe. Ich lebe quasi meinen Traum. Besser geht’s nicht.

MusikBlog: Was würdest du tun, wenn deine Töchter irgendwann zu dir kommen, um dir von einem ähnlichen Traum zu berichten?

Kurt Vile: Oh, das ist vielleicht sogar schon passiert.

MusikBlog: Ach?

Kurt Vile: Naja, zumindest könnte man die Entwicklung so interpretieren. Beide lassen sofort alles stehen und liegen, wenn es um Musik geht. Und sie entwickeln auch schon selbst kreative Gefühle und Gedanken, die sie mit anderen teilen. Beide spielen auch Instrumente: Gitarre und Klavier. Und sie schreiben auch gerne Texte. Es geht also alles in die richtige Richtung. Ich bin wirklich happy, dass ihnen die Musik so viel bedeutet. Das macht mich sehr glücklich.

MusikBlog: Vielen Dank für das Interview.

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