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Chvrches – Live in der Muffathalle, München

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Aller guten Dinge sind drei oder die ersten beiden Male sind spannend, und dann wird es Routine? Chvrches haben im Mai ihr drittes Album „Love Is Dead“ veröffentlicht und sind zum dritten Mal auf Tour in Deutschland.

Spielten sie 2016 in München noch in der mit 2.000 Besuchern gefüllten TonHalle, fand das Konzert diesmal in der gut 800 Personen weniger fassenden, nicht ganz ausverkauften Muffathalle statt. Haben Chvrches ihren Zenit überschritten?

Bevor diese Frage beantwortet werden würde, machen Let’s Eat Grandma den Anfang. Die beiden Engländerinnen, die im Sommer ihr zweites Album „I’m All Ears“ veröffentlichten, haben sich mit einer Tour-Schlagzeugerin verstärkt. Ihr verspieltes, nicht ganz stringentes, Set mit niedlichen Klatschtanz-Einlagen wirkt manchmal so, als hätten sie vergessen, dass sie vor Publikum spielen.

Dieses ist daher auch leicht abgelenkt und beschäftigt sich mit sich selbst. Erst der als Vorletztes gespielte Hit „It’s Not Just Me“ vom neuen Album und das über zehn Minuten lange, epische „Donnie Darko“ lassen die Zuschauer aufmerksamer werden und stimmen auf den bevorstehenden Hauptact ein.

Chvrches beginnen mit „Get Out“ vom neuen Album und Lauren Mayberry bewegt sich deutlich anmutiger auf der Bühne als noch bei früheren Auftritten. Insbesondere die langen Pirouetten in ihrem tutu-artigen, schwarzen Tüll-Rock, unter dem sie natürlich eine kurze, enge Hose trägt, wirken sehr galant.

Wie seit ihren Anfangstagen üblich, begrüßt Lauren das Publikum mit „We are a band called Chvrches“ und scheint deutlich besser gelaunt und redselig als noch beim letzten Auftritt 2016. Leicht seufzend und ohne schottischen Akzent erzählt sie im Sitzen, dass sie an einer leichten Erkältung leidet oder scherzt später mit Tour-Schlagzeuger Jonny Scott bezüglich Lars Ulrich/Metallica-Anwandlungen.

Nach dem ersten Drittel der Songs und einem kurzen „You-go-no-you-go“-Wortgefecht zwischen Lauren und Martin Doherty, übernimmt dieser dann wie üblich kurzzeitig den Gesang. Anders als früher wirken die folgenden „God’s Plan“ und „Under The Tide“ diesmal jedoch nicht als Stimmungskiller. Martin verbreitet sphärisch-düstere EDM-Atmosphäre, steigert sich in seine Performance rein und animiert sogar erfolgreich das Publikum zum Mitklatschen.

Danach folgt mit „Miracle“ nicht nur der beste Song auf „Love Is Dead“, sondern auch das Konzert-Highlight. Mit nur zwei Titeln Zugabe endet der Auftritt dann bereits nach nicht einmal eineinhalb Stunden und hinterlässt die Zuschauer in ambivalenter Einschätzung. Die vielleicht etwas weniger starken Songs der aktuellen Platte wurden durch professionellere Performance, die Chvrches auch deutlich nahbarer zeigte, (über)kompensiert.

So war das gestrige Konzert das bisherige Jahres-Highlight, zumindest im Elektro-Pop. Und der Zenit der Band, die Chvrches heißt, ist vorerst in die Zukunft verschoben.

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