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Cage The Elephant (Credit Neil Krug)

Cage The Elephant – Social Cues

Die Jungs von Cage The Elephant haben es geschafft. Über ein Jahrzehnt nach ihrer Gründung und vier Studioalben später können sie einige Erfolge vorweisen.

Der letzte war wohl die Grammy-Auszeichnung als „Bestes Rock-Album“ für ihr gelobtes Album „Tell Me I’m Pretty“. Der Nachfolger, ihr nun erscheinendes fünftes Studioalbum „Social Cues“, tritt also in keine kleinen Fußstapfen.

Und immer noch klingen sie darauf, als würden sie Musik direkt aus irgendeiner Garage in Bowling Green, Kentucky machen. Röhrende Gitarren, ein leicht übersteuerter Gesang – das ist der typische Garage-Rock-Sound, wie man ihn von der Band kennt. Wenn er diesmal auch etwas weniger nach 60s-Rock & Roll klingt, wie auf früheren Aufnahmen.

Ein Großteil des neuen Materials sei laut Band in einer Zeit entstanden, als Leadsänger Matt Shultz gerade die Trennung seiner Beziehung zu verkraften hatte. Mit den neuen Songs verarbeitet er diese Erfahrung mal mehr, mal weniger offensichtlich.

In „Ready to Let Go“ versteckt sich der Trennungsschmerz noch hinter einer scheinbar optimistischen Rockfassade. In „Goodbye“ wird er dann ganz offen rausgelassen. Wenn auch erst das Schlussstück der Platte, ist der Song das emotionale Herzstück dieses Albums. „

My Heart is an Ashtray“, singt der Frontmann und gibt damit nur eine Ahnung davon, welche Gefühle er hier wohl verarbeitet. Eine Piano-Ballade wie diese ist etwas Ungewöhnliches für die Band.

„Social Cues“ ist damit nicht einfach die nächste Alternative-Platte geworden, sondern zeigt durchaus verschiedene Facetten. Da werden teilweise wirklich abenteuerliche Haken geschlagen:

Gerade noch hat die Band in „House Of Glass“ so richtig Krawall gemacht, als wollten sie jenes Glashaus mit dem Sprengstoff des Punk in die Luft jagen, schon springen sie schlagartig zu den sanften Tönen klassischer Streicher, die die verzweifelte Ballade „Love‘s the Only Way“ einleiten.

Einige Ohrwurm-Songs machen das Album voll und bieten darüber hinaus auch brauchbares Live-Material. Ein Vorgeschmack auf die nächsten Konzerte gibt das Album schon:

Mit Beck hat Cage The Elephant nicht nur auf der Platte einen namhaften Gaststar, im Sommer gehen die Künstler in den USA auch gemeinsam auf Tour.

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