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Hinds (Credit Andrea Savall)

Hinds – The Prettiest Curse

Mit ihrem aufsehenerregenden Debütalbum „Leave Me Alone“ setzten die vier Hinds-Girls vor vier Jahren ein dickes Indie-Rock-Ausrufezeichen. Ein paar abenteuerliche Touren und ein weiteres Studiowerk später („I Don’t Run„) präsentieren sich die Madrileninnen Carlotta Cosials, Ana Perrote, Ade Martin, und Amber Grimbergen mehr und mehr dem Pop zugeneigt.

Album Nummer drei heißt „The Prettiest Curse“, entstand unter der Regie von Regler-Maestro Jenn Decilveo (Beth Ditto, Bat For Lashes) und beginnt mit dem wunderbar eingängigen, bereits vorab veröffentlichten „Good Bad Times“.

Bereits im Anschluss gerät das spanische Pop-Schiff aber schon ins Schwanken. Der Titel ist Programm („Just Like Kids“) wenn sich die Ladys plötzlich und unerwartet in meckernde Teenies verwandeln.

Das hymnische Mitsing-Spektakel „Riding Solo“ zaubert dem Hörer dann wieder ein Lächeln ins Gesicht, ehe das anschließende „Boy“ verwirrende Lo-Fi-Spuren hinterlässt.

Auch in der Folge tut sich das Quartett beim Spannen eines roten Fadens hörbar schwer. Das hibbelige, im Refrain in Richtung Noise-Pop schielende „The Play“ und der sich dynamisch steigernde Crunch-Rocker „Waiting For You“ gehören noch am ehesten zu den Highlights einer sich mit fortlaufender Dauer nicht mehr bändigen lassenden Sound-Achterbahnfahrt.

Mit viel Lust auf experimentelle Schleichwege, aber zu wenig Durchblick und Gespür für das große Ganze, stolpern die vier Mädels von Hinds erstmals in ihrer noch jungen Karriere ein paar Schritte zurück. Nach zwei hochgelobten Vorgängern präsentieren sich nun die ersten Warnhinweise.

Für allzu große Sorgenfalten ist es aber viel zu früh. Die Band steht schließlich noch am Anfang einer hoffentlich noch langen Laufbahn. Wir alle wissen:

Der eine oder andere Kratzer im Lack hat noch keine richtig gute Band ins Verderben gestürzt. Und Hinds ist und bleibt eine richtig gute Band – auch ohne ein grandioses drittes Studioalbum.

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