Dry Cleaning – Scratchcard Lanyard – Neues Live-Video

Dry Cleaning haben ein Video ihrer Live-Performance des Songs “Scratchcard Lanyard” veröffentlicht.

Die Londoner gaben am Freitag ihr Live-Debüt im US-amerikanischen Fernsehen für die “Tonight Show” des Late-Night-Moderators Jimmy Fallon.

Der Song stammt vom Debütalbum “New Long Leg“, das die Post-Punks im März diesen Jahres via 4AD veröffentlichten. “Scratchcard Lanyard” ist sowohl der Opener der Platte, als auch der erste Song des Albums, den die Band als Singleauskopplung veröffentlichte.

Laut MusikBlog-Review protzt der unterkühlte Post-Punk des Quartetts nicht gerade mit Hooks oder Melodien, reißt mit seiner Coolness und der hypnotischen Art allerdings doch so sehr mit, dass der Aufstieg für die Band rasant werden kann: “Mit viel Atmosphäre und wenig Brimborium in Richtung Branchen-Olymp: Dry Cleaning zeigen mit ‘New Long Leg’, wie es gehen kann.”

Vor ihrer ersten Platte machte sich die 2018 gegründete Band mit zwei gefeierten EPs (“Sweet Princess”, “Boundary Road Snacks”) einen Namen.

Im Juli diesen Jahres brachten Dry Cleaning nur Monate nach dem Release ihres Debütalbums mit “Bug Eggs” und “Tony Speaks!” bereits zwei neue Songs heraus. Die beiden Tracks entstanden während der Sessions für “New Long Leg” und sind wie die Songs auf dem Album von John Parish (Eels, PJ Harvey, Tracy Chapman) produziert.

Genau wie “Scratchcard Lanyard” selbst geben sich Dry Cleaning in ihrer TV-Performance zurückhaltend und distanziert. Pompöse Rockstar-Gesten ist man von den Londonern nicht gewohnt und auch für die “Tonight Show” fängt die Band nicht mit solchen an.

Während Frontfrau Florence Shaw mit ihrer tiefen, rauchigen Stimme in Spoken-Word-Manier ihre bizarre und augenscheinlich unzusammenhängende Gedankenstrom-Poesie vorträgt, rumpelt ihre Band sich stetig um sie herum.

Dry Cleaning spielen den Song schneller als vom Album gewohnt – die dadurch entstehende, gehetzte Atmosphäre trägt zur nervösen Grundstimmung des Tracks bei.

Zwischen sanften Farbverläufen und strahlend weißem Blitzgewitter lässt auch die Lichtshow im Studio keine Ruhe. Die einzige visuelle Konstante der Performance ist der paranoid wirkende und wachsame Blick der Frontfrau, den sie immer wieder unruhig durch den Raum schweifen lässt.

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