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Nilüfer Yanya – Painless

Bereits mit ihrem Debütalbum “Miss Universe” überzeugte und beeindruckte Nilüfer Yanya mit einem ausgeprägten Gespür für musikalische Diversity. Drei Jahre nach ihrem ersten Streich liegt nun das Folgewerk “Painless” auf dem Tisch.

Die Frage, die sich Fans der jungen Britin nun zuerst stellen, lautet natürlich: Kann Nilüfer Yanya noch einmal für so viele staunende Blicke und gespitzte Ohren sorgen? Um es vorweg zu nehmen: Nilüfer kann!

Schon die beiden Vorab-Singles “Stabilise” und “Midnight Sun” zeigen eine Künstlerin, die gereift, sich ihrer Stärken bewusst und immer noch offen für alles ist. So zündet der Uptempo-Indiepopper “Stabilise” den schon vor drei Jahren richtungsweisenden Gitarren-Turbo, während der eher gefühlvolle Groover “Midnight Sun” mit stimmlicher Tiefe und tanzbarer Rhythmik beeindruckt.

Aber auch der Rest des Albums fesselt. Erdige Hip Hop-Beats (“The Dealer”), an Sade erinnernde Zartschmelz-Pop-Momente (“Shameless”), kratziger Indie-Pop (“Chase Me”): Wie auch schon in der Vergangenheit weiß der Hörer auch diesmal nicht, was ihn als nächstes erwartet.

Nilüfer Yanya spielt gekonnt mit Gegensätzen und Stimmungen. Abermals von Produzent Wilma Archer soundtechnisch variabel und nachhaltig in Szene gesetzt, tobt sich die Sängerin auf diversen Genrefeldern aus, ohne dabei ihren grundlegenden künstlerischen Ansatz aus den Augen zu verlieren.

Wenn sich am Ende des großen Ganzen die synthetischen Sphären von “The Mystic” und der durchweg harmonische und positiv gestimmte Vibe des finalen “Another Life” vereinen und die perfekt produzierte Klanggeschichte des Albums auf die Spitze treiben, dann kann man als Fan des ersten Studioschaffens gar nicht anders als erneut zu applaudieren.

Man will ja keinen Druck erzeugen, aber da reift jetzt schon wieder die Vorfreude auf das hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lassende nächste Output.

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