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Metric – Live in der Theaterfabrik, München

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Metric, die kanadischen Elektro-Indie-Rocker sind derzeit mit ihrem aktuellen Album „Pagans In Vegas“ auf Europatour und machten gestern in der Münchner Theaterfabrik Station.

Diese ist bereits früh gut gefüllt, um dem guten Support Leyya aus Österreich beizuwohnen. Die Soundparkband des Monats auf FM4, die im Mai ihr Debütalbum „Spanish Disco“ veröffentlicht hat, macht eine gute Show und passt soundmäßig sehr gut zum folgenden Hauptact. Sie kommen übrigens im November nochmal auf Headliner-Tour, für alle, die sie gestern Abend verpasst haben.

Nach nochmaligem Soundcheck und reichlich langer Umbaupause, in der die Fans bereits unruhig werden und die Band laut rufend auf die Bühne klatschen, beginnt es dann mit einem geheimnisvollen Spannungsaufbau mit Biosphere als Hintergrundmusik. Dann kommen zunächst nur die Metric Bandmitglieder ohne Frontfrau Emily Haines auf die Bühne, mit hellen Taschenlampen vor sich her leuchtend, begleitet von einem spacig-tiefen, gesprochenen Text aus dem Off. Die Musiker leuchten sich dann mit der Taschenlampe ins Gesicht und singen ein Intro, dann kommt Emily und es geht los mit „Lie Lie Lie“, auch dem Opener auf dem neuen Album „Pagans In Vegas“.

Sängerin Emily Haines trägt eine Art Federkleid mit bunten Lampen darin und erinnert mit ihren wiegenden Bewegungen darin etwas an die niedlichen Mondoshawan Alien-Viecher aus „Das fünfte Element“.

Die Stimmung im Saal ist sogleich bombastisch und bleibt auch bei den folgenden Titeln so. Haines feuert das Publikum oft mit energischen Gesten an, bei „Help I’m Alive“ reißt erst sie und dann das gesamte Publikum die Faust im Takt in die Höhe.

Metric wechseln oft den Stil in ihren Songs zwischen verspieltem Elektro-Pop, sanften Melodien, gitarren-lastigem Indie-Rock und sogar Country-Pop wie beim Konzert-Höhepunkt „The Other Side“ vom aktuellen Longplayer. Dieses wird von Gitarrist James Shaw (übrigens mit kariertem Hemd und Cowboy-Hut auch im Country-Look erschienen), der auch hauptsächlich in dem Titel singt, sehr schön akustisch eingeleitet. „Satellite Mind“ klingt dann, als würden Siouxsie And The Banshees auf der Bühne stehen; „Monster Hospital“ wiederum weckt Erinnerungen an Courtney Loves Hole. Dieser Mix macht aber den Sound von Metric aus, wie uns die Band im Interview bestätigte.

Die Show der Metrics ist elektro-futuristisch und erscheint aufwändig vorbereitet. Bei „Cascades“ tragen die Bandmitglieder beleuchtete Brillen und Emily Haines trägt ein fluoreszierend-grün-gelbes Tuch auf dem Rücken, das von einem Ventilator nach oben gewedelt wird. Emily zeigt oft ihr Händchen für die großen Rockposen, so wie sie mit wehenden Haaren und gehobenem Kopf performt oder zwischen Stand-Mikro am Bühnenrand und ihren beiden großen, zu einem Dreieck auf einer Drehscheibe geformten, Keyboards läuft und ihre blonden Haare moshend hin- und herschüttelt.

Vor „Synthetica“ spricht dann wieder eine Stimme aus dem Off als Intro, philosophiert über die Zeit als unserem wichtigsten Gut und erklärt, dass Metric „seit 15 Jahren Independant Music“ bieten. Vor „Gold Guns Girls“ liest Sängerin Emily dann ein kleines Gedicht auf Deutsch vor. Das folgende „The Shade“, der beste Song auf dem neuen Album, beschließt dann den Hauptteil.

Nach nicht allzu langer Pause beginnt die vier Titel umfassende Zugabe, die mit den letzten beiden Titel „Gimme Sympathy“, bei dem zahlreiche Feuerzeuge gezückt wurden, sowie dem „Breathing Underwater“, das – von Emily Haines dirigiert – am Schluß vom Publikum zu Ende gesungen wird, einen emotionalen Abschluß bildet, der die Fans zufrieden und glücklich in die Samstagnacht entschwinden lässt.

Eines der besten Konzerte des Jahres und definitiv das abwechslungsreichste!

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