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Augustines und Noel Gallagher’s High Flying Birds – Live im Zenith, München

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Haben die Augustines eigentlich ein Zuhause? Ja, und zwar den Tourbus. Im Herbst 2014 waren drei New Yorker auf Tournee, dann im Sommer letzten Jahres wieder inkl. einiger Festivals, Anfang diesen Jahres war dann Frontmann William McCarthy auf Solotour und nun eröffnen die Indie-Rocker für Noel Gallagher’s High Flying Birds.

Das Münchner Zenith ist nahezu ausverkauft (angeblich waren noch ca. 100 Tickets übrig) und für den Augustines Auftritt um 20:00 Uhr bereits gut gefüllt. Unter dem Publikum auch viele Briten, die aber wohl eher Noel Gallagher von der Heimatinsel nachgereist waren.

Die Augustines beginnen mit „Cruel City“ (vom zweiten Album) und brillieren sofort mit ihrem druckvollen, hymnischen Sound. William McCarthy erscheint im langen, schwarzen Mantel und Hut, den er aber nach 30 Sekunden wegwirft. Nach dem Titel fragt er das Publikum „Do you like dancing?“, erntet jedoch keine Reaktion. Nach dem zweiten Stück prostet er dann mit einer Flasche Bier den Massen zu und diesmal prosten viele zurück.

Der dritte Song ist dann der Hit „Chapel Song“ vom 2011er Debütalbum „Rise Ye Sunken Ships“. McCarthy kommt mit seiner Gitarre bis ganz nach vorn zum Bühnenrand und nun rockt auch die Halle mit und spendet am Ende Applaus. Es folgen weitere tolle Songs wie „Walkabout“ und die Augustines bieten wie immer eine wirkliche große Show. Nach einer halben Stunde ist dann viel zu früh Schluß und die drei verbeugen sich händehaltend am Bühnenrand. We love you guys!

In der halbstündigen Umbaupause ist eine recht eklektische Playlist zu hören mit u.a. Echo And The Bunnymen, The Voices Of East Harlem und einer merkwürdigen Coverversion von „Real Wild Child“. Dann ertönt Noel Gallagher’s „Shoot a Hole Into The Sun“ als Playback-Intro. Danach kommt die Band und beginnt mit „Everybody’s On The Run“ von Noels erstem Album nach dem Oasis Split. Auf der großen Leinwand hinter der Bühne ist Noel zu sehen, wie er singt, allerdings ist es nicht synchron und stammt offenbar von einem anderen Konzert oder wird per Satellit übertragen.

Die Stimmung im Publikum bleibt zunächst verhalten und ist eigentlich genau so wie bei den Augustines. Erst vor „In The Heat Of The Moment“ formiert sich ein kleiner „Olé, Olé, Olé“-Chor. Der Titel von seinem zweiten Album „Chasing Yesterday“ gehört sicher zu seinen besten und zeigt, warum Noel mit seinen High Flying Birds erfolgreich ist, während Bruder Liam seine Beady Eye bereits längst wieder aufgelöst hat.

Vor dem Oasis Song „Talk Tonight“ (übrigens bestand die Hälfte des Sets aus Oasis Titeln) spricht Gallagher dann mit einem Fan und versteht deren Wunsch nach einem seiner Plektrums so, als ob sie ihm eines geben wollte (??): „You wanna give me a plektrum? Oh I got thousands of them“ – und wirft einige nacheinander hinter sich.

Später spricht er noch einige Male mit einem Zuschauer und fragt nach Herkunft oder Alter, außer diesem und dem obligatorischen, nach jedem dritten Wort eingeschobenen, „fucking“ versteht man jedoch nicht viel. Noel ist sicher ein einfacher Typ, aber das ist Wayne Rooney auch und trotzdem einer der besten in seinem Fach. Und wer schon mal ein Interview mit Noel Gallagher geführt hat, weiß, dass er auch gern mit seinem Arschloch-Image kokketiert und eigentlich ein netter Typ ist.

In der zweiten Hälfte lässt die Stimmung dann etwas nach, viele gehen zur Bar Bier holen, machen Fotos voneinander oder unterhalten sich. Das ändert sich erst mit dem vorletzten „Digsy’s Dinner“ (Oasis), bei dem die Massen mit weit vorgestreckten Armen mitsingen.

Die Zugabe bringt dann mit „Wonderwall“ und dem Schlusstitel „Don’t Look Back In Anger“ die sicherlich besten Oasis Songs und beenden den Auftritt. Ähnlich wie bei Sisters Of Mercy ein sehr schönes Konzert, bei dem die Vorband jedoch besser war als der Haupt-Act (so, und jetzt sind wir auf die Facebook-Kommentare der Noel Gallagher Fans gespannt).

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