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Roosevelt – Live im Technikum, München

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Roosevelt war letztes Jahr so etwas wie der Gegen- bzw. Parallelentwurf zu Drangsal. Beides Einzeltüftler und Multiinstrumentalisten Mitte 20. Beide ursprünglich aus einer Kleinstadt stammend und mittlerweile in der Großstadt lebend. Beide mit starkem Hang zu großen Achtziger Jahre Pop-Melodien, die sie letztes Jahr auf ihren Debütalben zeigten (an denen beide jeweils seit 2013 arbeiteten).

Der eine mit „Harieschaim“ mit dem Hit „Allan Align“, der andere mit „Roosevelt“ mit dem Hit „Fever“. Der eine auf Caroline, der andere auf City Slang. Der eine ist Max, der andere Marius.

Beide haben sich für ihre Tour mit einer Live-Band verstärkt, Drangsal dabei etwas gitarrenlastiger und rockiger wie man kürzlich erleben durfte. Roosevelt gestern im Münchner Technikum etwas elektronischer und mehr Disco.

Das Vorprogramm bestreitet zunächst Better Person aus Berlin. Der sich dahinter verbergende Adam Byczkowski, ursprünglich aus Polen stammend, ließ nicht nur bei seiner Namenswahl wenig Kreativität zu, sondern gestaltet sein 40-minütiges, nebeliges Set etwas zu langgezogen, zu dramatisch und erzählt mittendrin zu lang seine persönliche Beziehungs-Leidensgeschichte.

Kein Problem mit seinem Künstlernamen hat hingegen Roosevelt. Der britische Guardian stellte schon 2013 fest, Roosevelt sei „the finest ever artist named after a president of the USA“.

Marius Lauber startet mit seinem „Intro“ vom Album, gefolgt von „Wait Up“. Der neon leuchtende Roosevelt-Schriftzug auf der Bühne erinnert an den einer Bar in einem Hollywood-Film von vor 30 Jahren und passt perfekt zu dem warmen Disco-Funk-Sound.

Die folgende reichliche Stunde verwandelt Roosevelt das Technikum in einen Club, in dem nahezu alle vor sich hin und gelegentlich miteinander tanzten. Marius überlässt dabei die Zuschauer ihrer verträumten Ausgelassenheit und verzichtet nahezu auf Ansagen zwischen den Songs, anders als Drangsal bei seinem Auftritt.

Diese würden den groovigen Flow bestehend aus Titeln wie „Moving On“, „Colours“ oder besagtem Hit „Fever“ aber eh nur stören. Und während Drangsal zum Abschluss Metallica coverte, schließt Roosevelt passend mit „Teardrops“ von Womack & Womack ab.

Drangsal war bei seinem Auftritt etwas cooler, gesprächiger und unterhaltsamer. Roosevelt gestern dafür etwas schicker, großformatiger und tanzbarer. Beide gleich gut, im direkten Vergleich steht’s 1:1. Also lassen wir diesen Messi vs. Ronaldo Contest und erfreuen uns der aktuell großartigen Popmusik beider.

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