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Gorillaz – The Now Now

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Kaum führte Damon Albarns Puppenkiste Gorillaz mit „Humanz“ nach langer Abwesenheit ein neues Stück auf, folgt nur wenige Monate später der Programmwechsel. Den kryptischen Andeutungen von Bandgründer Murdoc Niccals zum Thema folgte die „offizielle“ Ankündigung von „The Now Now“ über den Instagram-Account der Gattin von dessen Schöpfer Jamie Hewlett.

Nicht nur Programm- sondern auch Wesensveränderungen der Comic-Kombo sind zu registrieren. Eingangs erinnert wenig an das zukunftsweisende iPad-Konzept der Gorillaz, klingt Einsteiger „Humility“, mit dem melancholischen Timbre, welches Damon Albarn 2D einhaucht, ein bisschen wie Blur auf Urlaub, laut Protagonist ist die Platte schließlich auch ein „Sommeralbum“.

Auch die lange Liste von Mitwirkenden fehlt. Nur die Altmeister George Benson und Snoop Dogg waren eingeladen, letzterer ist in „Hollywood“, dem pumpenden Mittelpunkt der Platte mit dem Grandmaster-Flash-Spirit im Gepäck, gemeinsam mit House-Geist Jamie Principle am Start.

Nicht zu vergessen natürlich Powerpuff Girl Ace aus der Gangreen Gang, die partiell den Bass von Murdoch übernahm. Es debütierte auch Simian Mobile Disco Macher James Ford als Produzent (in dieser Funktion zuletzt mit den Arctic Monkeys erfolgreich) und empfahl sich dabei nach Urteil Albarn nachhaltig für eine Fortsetzung dieser Zusammenarbeit.

Das über alle Genres geworfene Netz vom Vorgänger bietet „The Now Now“ nicht, es ist eher die Erdung der futuristischen Visionen der Cartoon-Helden im „Now“ und die Einsicht, dass selbst den kühnsten Utopien von Sound-Anarchisten dieser Tage Grenzen gesetzt sind.

Natürlich treibt „Tranz“ den 80er Discobeat auf die Spitze, groovt „Kansas“ mit lässiger Selbstverständlichkeit über die dicksten Basssaiten und die federnsten Synthiewolken, verneigt sich „Sorcererz“ vor den Elektro-Pionieren Daft Punk.

Trotzdem: die Leichtigkeit, mit der „Humanz“ über die Dächer digitalisierter Dystopien tanzte, scheint vorerst vorbei. 2D singt über die bitteren Seiten des Lebens, über Blues und Weltschmerz, den auch rotzcoole Comic-Helden wie ihn ereilen.

Wenn „Souk Eye“ mit den Gorillaz in den Sonnenuntergang gleitet, hat die Truppe mit „The Now Now“ viel mehr als Musik zur Jahreszeit präsentiert.

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