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Interpol – Marauder

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Nachschub von Interpol. Mit einer per Social-Media clever eingefädelten Pressekonferenz in Mexico-City und dem Artwork im Watergate-Style ist Paul Banks und Kollegen bereits vor Veröffentlichung ihres sechsten Album ein Marketing-Coup gelungen.

Der Auftritt von Elliot Richardson vor Journalisten ist auf dem Cover zu sehen, einem Mann, der im opportunen Umfeld aufrecht blieb, was letztlich Nixon zu Fall brachte.

Von ähnlich Gelagertem wollen die Post-Punk Helden auf „Marauder“ berichten: vom Idealismus in Zeiten marodierender Gesellschaften. Logisch, dass den Texten, die ihr Frontmann schrieb, trotz finaler Bearbeitung an einem Strand in Panama, die Sonne nicht direkt aus den Zeilen scheint.

Vier Jahre nach dem Scrabble „El Pintor“ und im Jahr nach der „Turn On The Bright Lighs“ Gedächtnis-Tour präsentieren sich Interpol mit einem Mix aus den Tugenden der beiden ersten Platten, mit denen sie sich den Platz in der Indie-Rock Hall-Of-Fame erspielten, ohne frische Elemente außer Acht zu lassen.

Das Tuning bleibt dabei dezent, ein wenig mehr funkiger Groove liegt über einigen Stücken, denn mal im Ernst: welcher Fan wartet darauf, dass das Trio den Sound der Nuller-Jahre dem Zeitgeist anpasst?

In diesem Sinn legt der Opener „If You Really Love Nothing“ schmissig los und weiß genauso zu gefallen wie der smoothe, mit einer Prise Motown gewürzte, Vorbote „The Rover“ es tat, quasi den Geist von „Say Hello To The Angels“ wiederbelebte.

Aufgenommen im winterlich kalten Big Apple bündeln die von Dave Fridmann (MGMT, Sleater Kinney), der die Musiker mit einer Herangehensweise konfrontierte, die zu ad-hoc-Handlungen während des laufenden Einspielprozesses zwang, produzierten Songs die Coolness von Banks Gesang, Daniel Kesslers Gitarrenbeiträge und das Schlagzeug des glänzend aufgelegten Sam Fogarino zum typischen Interpol-Konstrukt.

„Marauder“ folgt der Tendenz des Vorgängers, alles wird wieder eckiger und ist deutlich von der Geschliffenheit des selbstbetitelten vierten Albums entfernt, die Akkordfolgen haben einen ähnlich hohen Wiedererkennungswert wie die von Franz Ferdinand.

Da klopft sich „Stay In Touch“ den Staub von den Saiten, passt das hitverdächtige „Flight Of Fancy“ bestens neben das angedüsterte „NYSMAW“. Je länger die Scheibe läuft, desto mehr verdichtet sich allerdings der Eindruck, dem einen oder anderen Track auf vorherigen Platten schon einmal in ähnlicher Form begegnet zu sein.

Egal, es bleibt Repetition auf sehr hohem Niveau. Sollte sich die Akte Interpol jemals schließen, dürfte sich „Marauder“ im Diskographie-Mittelfeld einordnen.

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