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The National – I Am Easy To Find

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Eigentlich wollte sich The National nach dem Grammy-Gewinner „Sleep Well Beast“ und der zugehörigen Tour Ende 2017 eine wohlverdiente Pause gönnen. Aber – man kennt es von sich selbst – gute Angebote schlägt man ungern aus.

Und als Matt Berninger eine E-Mail vom Filmregisseur Mike Mills erhielt, dass dieser gerne in irgendeiner Form mit der Band zusammenarbeiten würde, zögerte der Frontmann des Quintetts nicht lange und sagte zu.

„I Am Easy To Find“ schenkt also gleich zwei Dingen seinen Namen: dem 24-minütigen Kurzfilm von Mills und dem mittlerweile achten Studio-Album von The National. Obwohl beides zusammengehört, können sowohl Film als auch Musik autonom funktionieren.

Viel mehr als unweigerlich Eins zu sein, teilen sie sich die gleichen Visionen und Wörter und beleuchten, was es 2019 bedeutet, ein Mensch zu sein. Bereits der Opener macht klar, dass „I Am Easy To Find“ ein Gemeinschaftsprodukt ist.

Denn der größte Unterschied zu den anderen sieben Platten von The National ist die Öffnung nach außen. Die ersten Minuten von „You Had Your Soul With You“ scheinen altvertraut:

Zuckendes Schlagzeug, verfremdete Gitarren und Berningers einzigartige Stimme. Die große Überraschung kommt nach gut zwei Minuten.

Zu Streichern und zurückhaltenden Klaviertönen erklingt plötzlich eine andere Stimme, die sich anschließend perfekt mit Berningers umwebt. Aber Gail Ann Dorsey, die viele Jahre Mitglied in David Bowies Band war, ist längst nicht die einzige Gastmusikerin auf „I Am Easy To Find“.

Da im gleichnamige Kurzfilm Oscar-Gewinnerin Alicia Vikander die einzige Hauptrolle spielt, ist es stimmig, dass neben ihr ausschließlich weitere Frauen wie Lisa Hannigan, Sharon van Etten, Mina Tindle (die Ehefrau von Bryce Dessner) und Kate Stables zu Wort kommen.

Obwohl das keinesfalls als Feminismus-Statement aus Männerperspektive misszuverstehen ist. Vielmehr soll die stimmliche Bandbreite versinnbildlichen, dass sich „I Am Easy To Find“ nicht mit einer bestimmten Person, sondern dem Menschen allgemein beschäftigt.

Gerade in Songs wie „Hairpin Turns“ oder „Oblivions“ entfaltet sich die volle Schönheit, wenn Berninger sich mit den weiblichen Vocals ein Zwiegespräch liefert, um anschließend in perfekten Harmonien Gesangs-Kathedralen aufzubauen. Wenn dann kurz vor Schluss noch der Brooklyn Youth Choir dazukommt, fühlt man sich wie im vokalen Himmel.

Wann immer Matt Berninger wie beispielsweise in „Hey Rosey“ oder „The Pull Of You“ nicht die Lead-Vocals übernimmt, fühlt sich „I Am Easy To Find“ nicht so richtig wie ein The-National-Album an. Der Schönheit der Songs tut das jedoch keinen Abbruch.

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