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Basia Bulat (Credit Richmond Lam)

Basia Bulat – Are You in Love?

Das Musikgeschäft war nie fair. Stoisch hält der Mensch aber am Glauben fest, Erfolg und Größe folgen stets einem sportlich-wettbewerblichen Verlauf: Die Besten, die kommen nach oben.

Barbara Josephine Bulat, Kanadierin und als Musikerin unter dem Namen Basia Bulat geläufig, erzählt, wie so viele, eine andere Geschichte. Auf ihrem fünften Album „Are You In Love?“ untermauert sie erneut grundsolide das Urteil, absolut nichts falsch zu machen im Indie-Folk der Singer/Songwriter Solisten.

Und trotzdem kennt die Kanadierin kaum einer. Auch all die Support-Auftritte als Opening Act für die dicken Fische im Geschäft wie Arcade Fire, Nick Cave oder The National haben daran nichts geändert – wer erinnert sich schon an die Vorband?

Lange war ihr Folk-Markenzeichen die Autoharp, mit dem letzten Album, dem 2016er „Good Advice“, schwamm sie sich davon jedoch weitestgehend frei. Gitarren, Klavier und nur noch manchmal Autoharp prägen den Folk-Sound einer vielseitigen Musikerin seither und ihr fünftes Album schlägt in die gleiche Kerbe.

Dabei dürfen die Gitarren auch manchmal in den Verstärker gestöpselt und aufgedreht werden („You Girl“, „Homesick“, „The Last Time“, „Love Is At The End Of The World“), grundsätzlich beherrscht Basia Bulat eine weit reichende Klaviatur:

Ballade, Power Pop, Hymne, Uptempo: Wäre „Are You In Love?“ ein Album eines Stars, es würde in den Himmel gelobt werden, ob seiner Vielschichtigkeit. Basia Bulat aber ist ein Geheimtipp, arbeitet an der vordersten Folk-Front und holt die Kohlen aus dem Feuer.

Lediglich ein Hit in der Frühphase ihrer Karriere, lediglich der Umstand, nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein und die richtigen einflussreichen Menschen gekannt zu haben, trennt die unermüdliche Kanadierin von dem, was die Stars ihres Genres bekommen: den Ruhm und den Ertrag für all den Fleiß.

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