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Skrillex – Fuck That – Wüster Thriller

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Erst neulich schrieb ein weiser Narr: „die Kunst des Video-Clips dümpelt mittlerweile eher so vor sich hin.“ Die letzten Tage haben bewiesen: Stimmt alles nur halb. Oder gar nicht. Willkommen im Internet! Der November bescherte uns dekadente Mystery-Erotik von Bryan Ferry, skurrile Bartgeschichten mit Bonnie „Prince“ Billy, die Video-Trilogie von Get Well Soon und natürlich den Klassiker: Affen auf´m Skateboard. Heute geht die Sause weiter. Mit einem hochwertigen Kleinkriminellen-Reisser aus dem  Pop-Regal der Dubstep-Küche. Skrillex, übernehmen Sie! Unsere Clip-Lektionen:

1) Das Musik-Video als Nagelbeisser. Teil X. Warum ´nen abendfüllenden Thriller drehen, wenn du die ganze Schote auch in einen Fünf-Minuten-Clip runterreissen kannst?! Hier gibt´s flott was auf die Augen! Alles drin: tragisches Underdog-Drama (inklusive Trainings-Montage plus zwei Kloppereien!), bittersüße Love Story, üble Ballerei mit Folgen (Spoiler!) und wilde Auto-Hatz. Tja, fehlen nur Humor und gute Laune. Da müssen wir dann doch wieder zu Kraftklub umschalten.

2) Location:  Lieber in die Ferne schweifen, als die kokelnden Mülltonnen vor der eigenen Haustür ablichten. Marokko olé! Christian Morgenstern: „Zuhause ist da, wo man dich wieder aufnimmt, auch wenn du mal etwas falsch gemacht hast.“ Oder um es mit Disney zu sagen: „Die Wüste lebt“.

3) Der Look macht die Musik. Regisseur Nabil filmte das Fighter-Drama um Schauspieler Saïd Taghmaoui mit digitalem High Tech-Equipment: „Actually shot it on Red Epic… not enough $$ for anything else.. was pleasantly surprised it worked well..“ Teuer, aber toll: Peter Jackson hatte beim „Hobbit“-Dreh 48 (!) von diesen Dingern im Hand-Gepäck. Es sprach Onassis: „Ein reicher Mann ist oft nur ein armer Mann mit sehr viel Geld.“

4) Von Aphex Twin lernen, heisst siegen lernen. Erinnern wir uns an die witzigen Winz-Lyrics zum Mainstream-Schocker „Come To Daddy“.  Je einfacher, desto einprägsamer. Und klaro – „Fuck That“ ist schon ein paar Stockwerke grober gestrickt. Doch wie schrieb Goethe: „Ich künstle so lange an meinem Stil herum, bis er natürlich wird.“

6) Stichwort Mystery. Offene Fragen laden zum Mehrfachgucken ein. Siehe der oben erwähnte Clip von Bryan Ferry. Oder das mittelgroße „Hä?“ bei Skrillex: Wo kommen all die Burka-Tanten her? Und was glitzert da in der Schatulle?  Pablo Picasso: „Wenn ich wüsste, was Kunst ist, würde ich es für mich behalten… “

7) Güte-Siegel  „Vimeo Staff Pick“. Die haben wirklich Ahnung, weil viel Gucki Gucki. Wie sagte schon Brauereibesitzerin Rosemarie Veltins (1938-94): „Zu wenig fordern ist Faulheit.“

In diesem Sinne:

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