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Mumford And Sons – Delta

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Die Situation, in der sich Mumford & Sons vor der Produktion ihres vierten Studioalbums „Delta“ wiederfanden, dürfte, auch wenn Bassist Ted Dwane im Musikblog-Interview davon nichts wissen wollte, eine eher unkomfortable gewesen sein.

Nachdem die Band sich mit ihren ersten beiden Alben so ziemlich alle im Show-Business existenten Türen geöffnet und sie anschließend überrannt hatte, bastelte sie für ihr drittes Album „Wilder Mind“ an einem neuen Sound: Aus ihrem weltumarmenden Kuschel-Mitgröl-Folk wurde Stadion-Rock.

Kritiker und Fans waren wenig begeistert und tatsächlich ist dem besagten „Wilder Mind“ eine gewisse Beliebigkeit in Klang und Songwriting, die dem Album damals attestiert worden war, kaum abzusprechen.

Was tun also? Dem neuen Sound treu bleiben und riskieren, dass sich ein größerer Teil der Fans abwendet, oder zum alten Sound zurückkehren und sich dem Vorwurf aussetzen, man würde nach den Pfeifen von Kritik und Markt tanzen (und damit seine künstlerische Freiheit aufs Spiel setzen und „Wilder Mind“ quasi offiziell als Fehler eingestehen)?

Eigentlich klar, dass einer Band wie Mumford & Sons beides nicht genügen kann. Folgerichtig deutete die vorab veröffentlichte Single „Guiding Light“ dann auch an, dass wir es auf „Delta“ möglicherweise wieder vermehrt mit heimeligen Schnulzen zu tun haben könnten, aber eben in neuem Gewand.

Und wirklich: Wir dürfen von unseren Gefühlen übermannt ums metaphorische Lagerfeuer tanzend, in Albumlänge liebes-, glücks- oder auch volltrunken mit Marcus Mumford um die Wette schmachten.

Während „Guiding Light“ noch den Schluss zuließ, es könnte sich um ein zweites „Babel“ mit „Wilder Mind“-Sound handeln, führt Produzent Paul Epworth die Band in vielen der Songs tatsächlich erstmals auch in elektronische Gefilde.

Es entsteht eine intime Klangästhetik: Die markant angenehm-leidende Stimme des Band-Namensgebers, dazu mehrstimmiger Folk-Gesang, dezent-verzerrte, hallige Gitarren, die nie Gefahr laufen, kalt zu wirken, alles gebettet auf schmatzende Drum-Programmings.

Nur ganz selten klingt das in Ansätzen nach Massenware, aber niemals dogmatisch, immer songdienlich (wenn es nicht passen würde, ist ein Track eben einfach als klassische Folk-Nummer arrangiert) und meistens funktioniert es prächtig.

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