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Jahresrückblick – Redaktionscharts 2021

Was vor einem Jahr wohl nur wenige Pessimisten erwarteten, ist leider doch eingetreten – die Pandemie hält uns nach wie vor alle in Atem, mit der mittlerweile vierten oder fünften Welle, wer zählt da noch mit.

So gab es auch 2021 – genau wie letztes Jahr – nur im Herbst ein kurzes Zeitfenster, in dem Live-Konzerte stattfanden, nun sind auch die meisten der für Frühjahr geplanten Touren auf den Herbst 2022 verschoben.

Unsere Nummer eins ist girl in red mit ihrem Debütalbum “if i could make it go quiet”. Auch Steffen Israel von Kraftklub zählt das Album zu seinen Favoriten, wie er kürzlich auf Radio mit K bekannt gab. Die Norwegerin punktete mit ihrem Stilmix aus Indie-Rock und Pop und vereinte das Beste der ebenfalls dieses Jahr erschienenen und in unseren Charts vertretenen Alben von Wolf Alice und Lana Del Rey. Letztere war 2021 besonders produktiv und veröffentlichte mit “Blue Banisters” und “Chemtrails Over The Country Club” gleich zwei neue Alben.

Torres war mit ihrem neuen Album “Thirstier” der nächste Favorit der MusikBlog-Redaktion, auf dem sie ihrer Partnerin Jenna Gribbon huldigte und einen sehr homogenen, dennoch abwechslungsreichen Sound und eine deutliche Weiterentwicklung zeigte.

Laura-Mary Carter, Frontfrau der Blood Red Shoes, hat dieses Jahr ihr Solo-Debüt veröffentlicht. Mit sechs Songs gerade noch als Album zu werten, wechselt es zwar soundtechnisch nicht so sehr zwischen den Songs ab, klingt aber so angenehm differenziert von ihrer Hauptband und bringt ihre besondere Stimme so stark in diesem Kontext zur Geltung, dass es zu Recht auf Platz drei unserer Redaktions-Charts landete.

Das Ende der stark frauenlastigen Top fünf bildet “Crawler” von den MusikBlog-Lieblingen IDLES, auf dem die Punkrocker aus Bristol eine enorme musikalische wie lyrischen Spanne und ihre gewohnte wütende Energie zeigten. The Notwist veröffentlichten mit “Vertigo Days” ihren ersten Longplayer in sieben Jahren und zementierten ihren Status als “die besten Sonderlinge, die dieses Land seit den glorreichen Krautrock-Tagen der 70er hervorgebracht hat.”

Außerdem in unseren Top Ten Noga Erez auf Tuchfühlung mit dem Tod und dem Teufel und ihrem zweiten Album “Kids”, Japanese Breakfast mit ihrem dritten Album “Jubilee”, auf dem sie Perspektivwechsel beherrschte und Snail Mail mit ihrem zweiten Album “Valentine”, das nicht nur nicht nur kuschelige und anschmiegsame Strickpullunder von Songs bot.

Etwas abseits des Indie-Mainstreams beeindruckten uns besonders die Nürnberger [LEAK] mit ihrem düster-melancholischen Debütalbum “Ghost”, der Stuttgarter Levin Goes Lightly mit seinem präzisierten “Rot”, die Berlinerin Masha Qrella mit “Woanders”, das man nur schwer wieder aus dem Ohr bekam und die The Düsseldorf Düsterboys Bruderband (bzw. umgekehrt) International Music mit ihrem Zweitwerk “Ententraum”.

Ganz knapp nicht in unsere Charts geschafft hat es Ja, Panik mit “Die Gruppe” (oder “Die Gruppe Ja, Panik”), ihrem ersten Album seit dem grandiosen “Libertatia” von 2014.

Hier unsere Redaktionscharts 2021:

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